Schrecksekunde auf der ISS: Außeneinsatz verspätet sich nach Fehlalarm
zuletzt aktualisiert: 21.11.2009 - 22:26Washington (RPO). Die ISS-Astronauten Mike Foreman und Randy Bresnik haben ihren zweiten Außeneinsatz erflogreich beendet. Der Ausflug hatte zuvor später begonnen als geplant. Grund für die Verzögerung war ein Fehlalarm an Bord der Internationalen Raumstation (ISS).
Bei den sechsstündigen Arbeiten im freien All brachten die Astronauten Michael Foreman und Randolph Bresnik unter anderem neue Antennen an der ISS an und installierten eine Vorrichtung für ein Spektrometer, das im kommenden Jahr angebaut werden soll. Der dritte und letzte Außenbordeinsatz vor der Rückkehr der "Atlantis" zur Erde ist für Montag angesetzt.
Bresnik musste sich bei dem Einsatz gut 350 Kilometer über der Erde besonders anstrengen, um sich auf die schwierige Arbeit in der Schwerelosigkeit zu konzentrieren: Seine Frau Rebecca lag auf der Erde in einem Krankenhaus in Houston und sollte jeden Moment entbinden. Die Bodenkontrolle hatte mit den Astronauten vereinbart, die Information in jedem Fall zurückzuhalten, um Bresnik nicht abzulenken. Das Paar hat bereits einen dreijährigen Adoptivsohn.
Für Foreman war es bereits der zweite Außenbordeinsatz. In der Nacht zum Freitag hatte er zusammen mit Robert Satcher in sechseinhalb Stunden Arbeit unter anderem eine Ersatzantenne und Kabel an der ISS befestigt. Die von der Raumfähre zur ISS gebrachten Geräte sollen dabei helfen, dass die ISS auch dann weiterarbeiten kann, wenn die US-Raumfähren im nächsten Jahr außer Dienst gestellt werden. Andere Raumfahrzeuge verfügen nicht über deren große Ladekapazität. Nach dieser "Atlantis"-Mission wird es nur noch fünf weitere Shuttle-Flüge zum Außenposten der Menschheit im All geben.
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