Schlegel fühlt sich "unwohl": Deutschem Astronauten geht es nicht gut
zuletzt aktualisiert: 09.02.2008 - 22:57Berlin/Houston (RPO). Der deutsche Astronaut Hans Schlegel hat die Reise in der US-Raumfähre Atlantis zur Internationalen Raumstation (ISS) offenbar nicht gut verkraftet. Nach Angaben der Weltraumbehörde NASA fühlt sich Schlegel "unwohl".
Die ursprünglich für Sonntag geplante Montage des europäischen Forschungslabors Columbus an die ISS wurde um 24 Stunden verschoben. Der erste Weltraumspaziergang der Astronauten sei nun für Montag vorgesehen, hieß es. Die beiden anderen Ausflüge ins All werden demnach ebenfalls anders terminiert.
Zuvor war die Raumfähre Atlantis erfolgreich an der ISS angedockt. Gegen 20.40 Uhr MEZ betrat die siebenköpfige Atlantis-Besatzung die Internationale Raumstation, nachdem sich eine Stunde zuvor die beiden Schleusenkammern von Atlantis und ISS geöffnet hatten. Zur Besatzung der Atlantis zählen außer dem 56-jährigen Deutschen Schlegel und dem Franzosen Léopold Eyharts fünf US-Astronauten.
Während der elftägigen Atlantis-Mission sind drei Weltraumspaziergänge geplant. Zunächst soll Columbus mit Hilfe eines Roboter-Schwenkarms an der ISS angebracht werden. Schlegel war für zwei Raumspaziergänge eingeplant. Er soll unter anderem die Stromverkabelung und Klempnerarbeiten sicherstellen.
Das 12,7 Tonnen schwere und acht Meter lange Columbus-Modul ist einer der Bausteine für künftige Raumfahrtmissionen zum Mars und darüber hinaus. Das Labor bietet drei Forschern Platz für Versuche zur Biotechnik, Medizin, Material- und Flüssigkeitenforschungen.
Die Kosten des Labors in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro wurden im wesentlichen von Deutschland, Frankreich und Italien getragen. Columbus ist Europas erstes Raumlabor für Langzeitforschung unter Weltraumbedingungen. Bisher hatten nur die Vereinigten Staaten und Russland ein eigenes Labor in der ISS.
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