Nasa-Mission: Kamera an "Hubble"-Teleskop erfolgreich repariert
zuletzt aktualisiert: 17.05.2009 - 09:32Houston (RPO). Im bislang schwierigsten Arbeitseinsatz im All haben zwei Astronauten der Raumfähre "Atlantis" einzelne Teile einer Kamera des Weltraumteleskops "Hubble" ausgebaut und durch neue ersetzt. Der Austausch selbst verlief ohne Probleme, erste Tests der Bodenkontrolle zeigten dann aber in der Nacht zum Sonntag, das zwei Bereiche der Kamera nicht funktionieren.
Die Astronauten John Grunsfeld und Andrew Feustel installierten während ihres sechseinhalbstündigen Einsatzes auch noch ein neues Instrument, mit dem das schwache Licht von weit entfernten Quasaren aufgespürt werden kann.
Bei der Reparatur im Weltraum öffnete Grunsfeld zuerst die defekte Kamera und entfernte dann alle vier fehlerhaften Steckkarten. Dann setzte er die neuen Karten und Batterien problemlos ein. Ein erster Test verlief auch erfolgreich, weitere Untersuchungen zeigten dann aber, dass zwei Teile der Kamera nicht richtig funktionierten: der Weitwinkelbereich und die hohe Auslösung. Die Kamera war bis zum Ausfall im vergangenen Jahr eines der wichtigsten Instrumente an Bord von "Hubble". Sie lieferte den Astronomen die tiefsten Einblick im Bereich des sichtbaren Lichts ins All. Die Aufnahmen reichten bis zu 13 Milliarden Jahre zurück.
Zwei Außenbordeinsätze bleiben den Astronauten aber noch. Der nächste sollte noch am Sonntag beginnen. Die NASA bewertete aber schon die bisherigen Arbeiten als Erfolg. "Hubble" sei jetzt besser als zuvor, sagte "Hubble"-Manager Preston Burch. Insgesamt sind fünf Außeneinsätze geplant. Bei den zwei ersten am Freitag und Donnerstag installierten die Astronauten eine neue Kamera und einen Computer sowie neue Instrumente zur exakten Ausrichtung von "Hubble". Der Außeneinsatz am Freitag dauerte nahezu acht Stunden und war damit nach Angaben der NASA einer der längsten in der Geschichte der Raumfahrt.
Mit den Reparaturen und Erneuerungen soll "Hubble" für bis zu zehn weitere Jahre im all fitgemacht werden. Die Astronauten montierten auch einen Haken, an dem das Weltraumteleskop in einigen Jahren von einer Robotersonde gepackt werden soll, um dann kontrolliert in den Pazifik abzustürzen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







