Schlechtes Wetter: Nasa verschiebt Landung der "Atlantis"
zuletzt aktualisiert: 22.05.2009 - 13:06Cape Canaveral (RPO). Die Landung der Raumfähre "Atlantis" verzögert sich. Die US-Weltraumbehörde Nasa verschob den Termin wegen schlechten Wetters am Weltraumbahnhof in Cape Canaveral. Die Raumfähre werde nicht wie geplant um 10.01 Uhr Ortszeit (16.01 Uhr MESZ) aufsetzen können.
Wie die Masa mitteilte soll die Raumfähre nun innerhalb eines zweiten möglichen Zeitfensters stattfinden. Dieses öffne sich um 11.39 Uhr Ortszeit.
Die Crew der "Atlantis" hatte während der elftägigen Mission im All erfolgreich das Weltraumteleskop "Hubble" repariert. Dies wurde in fünf teilweise schwierigen Außeneinsätzen vollbracht. Das Weltraumteleskop ist nach Angaben der NASA nun für mindestens fünf weitere Jahre im All gerüstet.
Die Astronauten John Grunsfeld und Drew Feustel verbrachten Anfang der Woche fast sieben Stunden damit, das Teleskop mit drei neuen Batterien zu versehen und einen Lenk-Sensor sowie Strahlenschutzschilde anzubringen. Der fünfte und letzte Außeneinsatz ging mit einer Stunde Verzögerung zu Ende. "Nehmt Euch Zeit, das ist Euer letzter Einsatz an 'Hubble'", sagte der Kommandant der "Atlantis", Scott Altman, als kleinere technische Probleme auftraten.
"'Hubble' ist nun wieder ein Flaggschiff", sagte der Chef-Astrophysiker der US-Raumfahrtbehörde NASA, Jon Morse. Das neue "Arsenal von Instrumenten" werde es den Astronomen ermöglichen, die Erforschung des Alls voranzubringen: "Unsere Arbeit geht jetzt erst los. Tausende von Raumforschern rund um die Welt warten auf die Daten und kauen vor Aufregung an den Fingernägeln." Mit Wehmut äußerte sich Missionschef Tony Ceccacci. "Es ist wie Abschied nehmen", sagte er.
Nach den "Hubble"-Aufrüstungen in den Jahren 1993, 1997, 1999 und 2002 sind nun keine weiteren Besuche an dem Teleskop mehr geplant. Das generalüberholte Teleskop soll jetzt drei bis vier Monate lang Tests durchlaufen, bevor es seine Arbeit wieder vollständig aufnimmt. Das 19 Jahre alte Weltraumteleskop "Hubble" hat bislang insgesamt 750.000 Aufnahmen aus dem All zur Erde gefunkt. 2014 soll es durch das leistungsfähigere Nachfolgemodell "James Webb" ersetzt werden.
Die "Atlantis" wurde am Dienstag von "Hubble" abgedockt. Das Teleskop sei jetzt "endgültig sich selbst überlassen", kommentierte ein NASA-Sprecher. Die Astronauten sollten anschließend den Hitzeschild der Raumfähre auf mögliche Schäden durch Weltraumschrott oder winzige Meteoriten untersuchen. Am Freitag soll das Shuttle in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida landen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







