Weltraum: NASA will Asteroiden erforschen
zuletzt aktualisiert: 28.03.2006 - 07:13Köln (rpo). Die NASA wird nun doch ihre Asteroiden-Expedition starten. Die US-Raumfahrtbehörde bestätigte, das zwischenzeitlich aus Budgetgründen zurückgestellte Projekt unter dem Titel DAWN jetzt doch durchzuführen. Wie das Deutsche zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitteilte, kann die Sonde wohl noch in diesem Jahr, spätestens aber 2007 zum Asteroiden Vesta starten.
Nach der einjährigen Untersuchung dieses Himmelskörpers fliegt DAWN mit seinem hochentwickelten Ionenantrieb den Informationen zufolge zum Asteroiden Ceres weiter. Mit einem Durchmesser von rund 950 Kilometern ist Ceres eines der größten Objekte im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter.
Die Sonde soll 2015 ihr Ziel erreichen. Mit der endgültigen Bestätigung der Mission DAWN "werden der europäischen Planetenforschung neue Wege in der Erkundung von Asteroiden eröffnet", kommentierte der DLR-Vorstandsvorsitzende Sigmar Wittig die Entscheidung.
DAWN sei die erste amerikanische Expedition, bei der die beiden Hauptexperimente aus Europa stammten. "Die in Deutschland entwickelte Kameratechnologie, die bereits auf der Mission Mars Express ihre Leistungsfähigkeit beweist, wird erstmalig Bilder aus nächster Nähe von einem Asteroiden liefern", betonte Wittig. Das Projekt ist besonders für die Planetenforschung von Interesse, da Asteroiden das Material enthalten, aus dem das gesamte Sonnensystem und letztlich auch die Erde einmal entstanden sind.
Die Wissenschaft erwartet sich neue Erkenntnisse zum weiteren Verständnis der Entwicklung des Planetensystems. Die beiden Asteroiden Vesta und Ceres befinden sich im so genannten Protoplanetenstadium. Im Gegensatz zu Ceres, einem Eisklumpen, gab es auf dem Asteroiden Vesta bereits Vulkanismus.
DAWN war ursprünglich 2001 als eine "Flaggschiff-Mission" des amerikanischen Discovery-Programms ausgewählt worden und sollte im Juni 2006 gestartet werden. Doch dann traten technische und Finanzierungsprobleme auf, die inzwischen aber behoben zu sein scheinen.
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