NASA-Vorschlag: Satelliten sollen Asteroiden stoppen
zuletzt aktualisiert: 10.11.2005 - 09:12London (rpo). Seit geraumer Zeit zerbrechen sich nicht wenige Wissenschaftler über ein potenzielles Horrorszenario den Kopf: die Bedrohung der Erde durch Asteroiden. Nach Einschätzung zweier US-Astronauten könnten die gefährlichen Himmelskörper durch Satelliten und die Gesetze der Schwerkraft von ihrem Kollisionskurs abgebracht werden.
Zwar wäre ein solches Manöver wegen der instabilen Flugbahn dieser planetenähnlichen Objekte nicht ganz einfach, erläuterten die NASA-Astronauten Stanley Love und Edward Lu in einem Beitrag für das britische Wissenschaftsmagazin "Nature", das am Donnerstag erschienen ist. Allerdings müsste ein Satellit gar nicht direkt mit dem schwer berechenbaren Himmelskörper in Kontakt treten. Die eigene natürliche Anziehungskraft eines eingesetzten Fluggeräts könnte ausreichen, um den Asteroiden abzulenken und seinen verheerenden Einschlag auf der Erde zu verhindern.
Um einen Asteroiden von etwa 200 Metern Durchmesser vom Kollisionskurs abzulenken, könnte den beiden Astronauten zufolge ein 20 Tonnen schwerer Satellit ausreichen, der das Zielobjekt etwa ein Jahr auf seiner Flugbahn begleitet. Wichtig wäre bei einem solchen Manöver demnach, dass der Antrieb des Satelliten so ausgerichtet wird, dass der Rückstoß den Asteroiden nicht im Vorbeiflug trifft und damit den Effekt der Anziehung zunichte macht, wie Love und Lu weiter erläuterten.
Seit Generationen versuchen Forscher die Folgen eines möglichen Asteroideneinschlags abzuschätzen. Nach Ansicht von Wissenschaftlern könnte ein Einschlag auf der Erde vor 65 Millionen Jahren verantwortlich gewesen sein für das Aussterben der Dinosaurier, weil sich die Lebensbedingungen für sie dadurch langfristig dramatisch verschlechtert haben sollen.
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