Internationale Raumstation ISS: Shuttle Atlantis ist auf dem Weg ins All
zuletzt aktualisiert: 07.02.2008 - 20:47Düsseldorf (RPO). Die Prognosen waren schlecht, das Wetter ungünstig - passiert ist es dennoch. Das Shuttle Atlantis ist von Cape Canaveral aus gestartet. Hätte der Countdown abgebrochen werden müssen, wäre die nächste Startmöglichkeit am Freitag gewesen.
Mit zwei Monaten Verspätung ist das europäische Forschungslabor "Columbus" auf dem Weg zur Internationalen Raumschiff ISS. Die US-Raumfähre "Atlantis" mit der 13 Tonnen schweren Hightechröhre an Bord hab am Donnerstag um 20.45 Uhr MEZ problemlos vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral (Florida) ab. Ursprünglich sollte der Start bereits am 6. Dezember erfolgen. Er musste jedoch wegen Problemen mit den Tanksensoren mehrfach verschoben werden.
Der Shuttle, zu dessen siebenköpfiger Besatzung auch der deutsche ESA-Astronaut Hans Schlegel und sein französischer Kollege Leopold Eyharts gehören, soll am Samstag an der ISS ankoppeln. Einen Tag später wird "Columbus" per Roboterarm an die Station umgesetzt und bei drei Außenbordeinsätzen fest mit ihr verbunden.
An zwei "Weltaumspaziergängen" nimmt auch Schlegel teil. Der Deutsche sagte im Vorfeld des Fluges, "Columbus" sei "ein wichtiger Schritt" Europas zu einer unabhängigen Forschung in der Schwerelosigkeit. Er sei "stolz", als "europäischer Astronaut deutscher Nation" Teil dieser Mission zu sein.
Das rund 880 Millionen teure Labor, das im Bremer Unternehmen EADS Astrium gebaut wurde, ist der Hauptbeitrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA zur ISS. Es dient vor allem der biologischen, medizinischen und technologischen Langzeitforschung.
Die "Atlantis" soll am 18. Februar auf die Erde zurückkehren. Eyharts bleibt in der Station, um das Labor "einzufahren". Der Franzose ersetzt auch als zweiter ISS-Bordingenieur den US-Astronauten Daniel Tani, der mit dem Shuttle wieder zur Erde zurückkehrt.
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