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"Armageddon - Der Einschlag": So lässt das ZDF die Welt untergehen

zuletzt aktualisiert: 25.09.2007 - 12:02

Mainz (RPO). Feuer, Stürme, Fluten: Das ZDF lässt im Zweiteiler "Armageddon" - Der Einschlag" die Welt untergehen. Zumindest teilweise. Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und mit Hilfe beeindruckender Spezialeffekte zeigen die Macher, was tatsächlich nach dem Einschlag eines großen Himmelskörpers passieren würde. Teil 1 läuft heute um 20.15 Uhr, Teil 2 kommt am 3. Oktober.

Parallelen zum Hollywood-Blockbuster "Armageddon" mit Bruce Willis stehen dabei nicht im Mittelpunkt. Ausgangspunkt der aufwendigen ZDF-Produktion ist keine fiktive Hollywood-Apokalypse, sondern der Einschlag eines Asteroiden vor 65 Millionen Jahren, der eine riesige Zerstörung auf der Erde auslöste. Viele Tier- und Pflanzenarten fielen den Folgen zum Opfer, darunter auch die Dinosaurier. Es muss eine Katastrophe von gigantischem Ausmaß gewesen sein, die jedoch keinen Einzelfall in der Geschichte des Planeten darstellt. Sie kann sich erneut ereignen, und genau das malen die ZDF-Autoren in ihrem bilderstarken Filmszenario aus.

"Modernes Wissenschaftsdrama"

Das "moderne Wissenschaftsdrama" führt den Zuschauern mit Hilfe moderner Computeranimationen nicht nur eindringlich vor Augen, wie ein solcher Meteoriteneinschlag ablaufen und welche Zerstörungen er anrichten würde. Vielmehr zeigt er auch, unter welchen biologischen und geologischen Bedingungen sich die Erde von einer derartigen globalen Katastrophe erholen könnte.

Die wissenschaftlichen Basisinformationen für das Doku-Drama liefert eine Runde von Wissenschaftlern, die sich an einem Tisch im Bonner Wissenschaftszentrum Caesar versammelt haben. So erläutert der Geophysiker Jay Melosh von der Universität in Tucson/Arizona, dass ein Himmelskörper von 13 Kilometer Durchmesser und einer Geschwindigkeit von 200 000 Stundenkilometern beim Aufprall auf der Erde eine Energie freisetzen würde, die der Sprengstoffmenge von 100 Millionen Tonnen TNT entspricht.

Was diese gewaltige Energie anrichten würde, demonstriert Melosh im Film anhand einer aktuellen Computersimulation: "Sie zeigt auch, dass es egal ist, ob das Geschoss an Land oder im Ozean einschlägt. Es heizt den Untergrund so unbeschreiblich auf wie eine Superluftpumpe. Die Temperatur steigt auf über 50 000 Grad Celsius." Der dabei entstehende Feuerball sei zehn Mal heißer als die Sonnenoberfläche und verbrenne alles im Umkreis von 1600 Kilometern.

Menschen leiden auf unterschiedliche Arten unter Folgen

Die Folgen der Katastrophe machen die Filmautoren Stefan Schneider und Ralf Blasius am Beispiel von vier Gruppen von Menschen anschaulich, die auf unterschiedliche Weise unter den Folgen leiden: einen mexikanischen Taxifahrer, zwei Astronomen auf Hawaii, eine Familie in Paris und einen Pygmäenstamm im tropischen Regenwald von Kamerun.

Auch wenn diese Spielszenen mit Feuerwalzen, Elektronensturm und Tsunamis zuweilen dick aufgetragen wirken oder ins allzu Melodramatische abdriften, so erfüllen sie doch allemal den Zweck, die Zuschauer zum Nachdenken zu bringen. Und zum Nachdenken gibt es durchaus Anlass. Denn die Autoren weisen darauf hin, dass die Wissenschaftler heute hoffen, im Ernstfall genug Vorlaufzeit zu haben, um erfolgreiche Abwehrmaßnahmen ergreifen zu können. "Zurzeit ist die Forschung, wie manches andere Randgebiet der Wissenschaft, nicht mit den Mitteln ausgestattet, die es erlauben würden, die Entwicklungen schnell und großflächig voranzutreiben", heißt es in einer ZDF-Mitteilung.

Apropos Finanzen: Um die kostspieligen Aufnahmen für dieses ambitionierte Projekt für die Prime Time überhaupt finanzieren zu können, taten sich die Kölner Produktionsfirma Gruppe 5 und das ZDF mit ausländischen Sendern wie dem US-Sender Discovery Cannel und dem französischen Sender France 3 zusammen.

Quelle: afp2

 
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