Sternschnuppen über Deutschland: Spektakel am Nachthimmel
zuletzt aktualisiert: 14.12.2009 - 17:00Frankfurt/Main (RPO). Auch in den kommenden Tagen haben Hobby-Astronomen gute Chancen, einen Sternschnuppen-Regen zu beobachten und sich dabei etwas für Weihnachten oder das neue Jahr zu wünschen. Den wolkenlosen Himmel, der dafür Voraussetzung ist, soll es nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes vom Montag in den nächsten Tagen ja vielerorts geben.
Verantwortlich für das Schauspiel, das jedes Jahr kurz vor der Wintersonnwende stattfindet, ist der Meteorstrom der "Geminiden". Dabei dringen Staubreste eines Kometen mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre ein und bringen die sie umgebende Luft zum Leuchten.
"Am besten kann man die Sternschnuppen gegen Mitternacht beobachten", erläutert der Astronomiehistoriker Felix Lühning vom Deutschen Technikmuseum in Berlin im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP. Den Höhepunkt des Spektakels sei in der Nacht auf (den heutigen) Montag zu beobachten gewesen - mit bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde. Noch bis zum 17. Dezember sind Sternschnuppen-Nächte zu erwarten. Lühning empfiehlt, sich für die Beobachtung ein dunkles Plätzchen zu suchen. "Möglichst außerhalb der Stadt."
Staubreste eines Kometen bringen die Luft zum Leuchten
Ursache für das beeindruckende Schauspiel sind Staubreste eines Kometen, die mit einer riesigen Geschwindigkeit von etwa 35 Kilometern in der Sekunde in die Erdatmosphäre eindringen, wie die Vereinigung der Sternfreunde (VdS) auf ihrer Homepage erläutert. Die Erde durchquert in der Zeit der "Geminiden" eine solche Wolke mit Staubresten. Diese stammen von einem erloschenen Asteroiden namens Phaethon.
Das charakteristische Leuchten der Sternschnuppen entsteht dadurch, dass die rasenden Staubteilchen die sie umgebende Luft ionisieren, woraufhin diese dann zu leuchten beginnt. Wissenschaftler Lühning vergleicht den Mechanismus mit leuchtendem Gas in einer Neonröhre. Anders als bei den im Sommer vorbeiziehenden Perseiden, die erst nach Mitternacht zu sehen sind, kann man bei den Geminiden die ganze Nacht über Sternschnuppen am Himmel beobachten.
Für ein schwieriges Unterfangen hält Lühning den Plan, das Spektakel mit Fotoapparat oder auf Video festzuhalten. In jedem Fall sollte man sich beim Beobachten aber warm anziehen. Denn laut Deutschem Wetterdienst ist bundesweit in der nächsten Zeit mit klirrender Kälte zu rechnen.
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