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  Foto: RPO
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Geminiden-Schwarm in der Nacht zum Montag: Sternschnuppenregen in der Vorweihnachtszeit

zuletzt aktualisiert: 11.12.2009 - 07:40

Düsseldorf (RPO). Es könnte eine gute Nacht für Weihnachtswünsche werden: Von Sonntagabend bis Montagmorgen ist bei klarem Wetter am vorwinterlichen Firmament einer der prächtigsten Sternschnuppen-Schwärme des Jahres zu bewundern.

Mit bis zu 110 Meteoren pro Stunde dürfte der Strom der Geminiden all jenen sehr gelegen kommen, die an die Erfüllung eines Wunsches beim Anblick einer Sternschnuppe glauben - auch und gerade in der Vorweihnachtszeit. Zudem bringen die Geminiden in der Regel viele helle Sternschnuppen hervor, die sogar am Himmel über lichtdurchfluteten Großstädten aufleuchten können.

Sternschnuppen-Jäger sollten ab Sonntagabend ihren Blick auf das Sternbild Zwillinge (lateinisch gemini) richten, das mit Einbruch der Dämmerung im Osten aufgeht. Bei wolkenfreiem Himmel an einem dunklen Beobachtungsort sind die Chancen auf viele Sternschnuppen-Sichtungen diesmal besonders günstig, weil die Nacht mondlos sein wird und der Erdtrabant somit den Nachthimmel nicht aufhellt.

Die Zwillinge mit ihren hellen Hauptsternen Castor und Pollux standen übrigens Pate bei der Namensgebung für den Geminiden-Schwarm, weil die Sternschnuppen aus genau dieser Richtung zu fallen scheinen - diesen Ausgangspunkt der Meteorbahnen bezeichnen die Astronomen als Radiant.

Staubwolke lässt Himmel glühen

In Wahrheit entstammen die Schnuppen freilich einer Staubwolke, die unsere Erde auf ihrer Bahn um die Sonne jedes Jahr um dieselbe Zeit durchquert. Dabei treten die Staubpartikel in die Erdatmosphäre ein, wo sie als kurzlebige Sternschnuppen verglühen. Dies gilt zwar für alle Sternschnuppen-Schauern, doch die Geminiden weisen einige Besonderheiten auf. So ziehen die Meteore des Stroms vergleichsweise langsam über den Himmel. Grund ist die geringe Geschwindigkeit, mit der die Geminiden-Teilchen in die Atmosphäre eintauchen.

Als weitere Eigentümlichkeit der Geminiden gilt, dass in der Nacht des Sternschnuppen-Maximums zunächst die lichtschwächeren und erst am Ende die hellsten Meteore aufleuchten. Auf besonders lichtstarke Sternschnuppen dürfen Himmelsgucker daher dieses Jahr vor allem in der zweiten Nachthälfte vor Dämmerungsbeginn am Montagmorgen hoffen. Diese hellen Geminiden leuchten dann meist gelblich-weiß.

Ungewöhnlich ist auch der Ursprung der Staubwolke, die für das vorweihnachtliche Sternschnuppen-Spektakel verantwortlich ist. In der Regel gehen Meteorschauern auf winzige Überreste von Kometen zurück, also von Schweifsternen, die bei der Annäherung an die heiße Sonne Gas und Staub freisetzen, der sich dann über die Kometenbahn verteilt. So liegt der Ursprung des spektakulären Perseiden-Stroms im August in der kosmischen Staubspur des Kometen "Swift-Tuttle", der alle 130 Jahre der Sonne einen Besuch abstattet.

Staubwolke stammt von Asteroiden

Anders die Geminiden-Staubwolke: Sie stammt nicht von einem Kometen, sondern geht offenkundig auf einen Asteroiden zurück - einen festen Kleinkörper unseres Sonnensystems, der anders als Kometen keine flüchtigen Bestandteile aufweist. Der Geminiden-Asteroid heißt Phaeton und umrundet die Sonne in rund eineinhalb Jahren.

Zwar schien mit der Entdeckung Phaetons 1983 die Herkunft der Geminiden geklärt. Allerdings rätselten die Astronomen nun über die Frage, wie ein solch kompakter Himmelskörper eine Staubwolke auf seiner Umlaufbahn hinterlassen kann. Eine Theorie besagt, dass Phaeton früher ein Komet war - ein Schweifstern, von dem nichts anderes übrig geblieben ist als sein längst ausgebrannter Kern.

Quelle: AFP/felt

 
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