Noch bis Ende März kann auf einer Website abgestimmt werden, auf welches Objekt das Weltraumteleskop Hubble als nächstes sein hochauflösendes Auge werfen soll. Wir stellen Ihnen die sechs Kandidaten vor.
Foto: DSS, STScI/AURA, and Palomar/Caltech, UKSTU/AAO
Da wäre zunächst die Region NGC 6634. Gigantische Nebel und Staubwolken im interstellaren Raum kollabieren hier und es entstehen laufend neue Sterne. Eine Kinderstube unseres Universums. Diese Bereiche im All bieten atemberaubende Ansichten.
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Der planetare Nebel NGC 40. Früher dachte man, hier würden aus Staubwolken neue Planeten entstehen. Inzwischen ist bekannt, dass die glühenden Gaswolken von sterbenden Sternen stammen.
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Der planetare Nebel NGC 6072. Ein weiterer Überrest eines gestorbenen Sterns. Wenn mittelgroße Sonnen das Ende ihres Lebenszyklusses erreicht haben, stoßen sie ihre äußere Hülle in einer gigantischen Explosion ins All.
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NGC 4289 ist eine - von uns aus gesehen - auf der Spitze stehende Spiralgalaxie. So können wir die einzelnen Spiralarme nicht sehen, wohl aber wie dünn die Galaxie ist.
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Die Spiralgalaxie NGC 5172 enthält mehr als 100 Milliarden Sonnen, zusammen mit einer großen Menge Gas und Staub. In den Spiralarmen findet man viel Staub, aus dem neue Sterne entstehen.
Foto: DSS, STScI/AURA, and Palomar/Caltech, UKSTU/AAO
Bei Arp 274 handelt es sich um ein Galaxien-Paar. Noch sind die Spiralarme weitgehend intakt, doch die gigantischen Gravitationskräfte beginnen allmählich, die Strukturen zu zerstören. Wenn zwei Galaxien verschmelzen, entstehen im Inneren oft zahllose neue Sterne.
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Gar nicht so einfach, oder? Hier noch einmal alle sechs Kandidaten auf einen Blick. Schauen sie noch einmal genau hin und dann geht's
hier zur Abstimmung!
Was Hubble für sensationelle Aufnahmen liefern kann, wir zeigen Ihnen ein paar Beispiele.
Der Bumerang-Nebel im Sternbild Zentaur ist der kälteste bekannte Ort im Universum. Dort herrschen Temperaturen von Minus 272 Grad Celsius.
So wie der rund 1000 Lichtjahre von uns entfernte Dumbbell (Hantel) Nebel wird auch unser Sonnensystem enden, wenn der Fusionsreaktor der Sonne in etwa fünf Milliarden Jahren aufhört zu brennen.
Wie viele so genannte planetarische Nebel, zeichnet sich auch IC4406 ("Retina Nebel") durch ein hohes Maß an Symmetrie aus. Würde man den Nebel mit einem Raumschiff umfliegen, könnte man sehen, dass die ungeheuren Gas- und Staubmengen von einem sterbenden Stern ausgehen. Sein Name "Retina Nebel" kommt von einem dichten Netz dunkler, rund 160 AE langer Linien, die kreuz und quer durch das Zentrum verlaufen und an eine menschliche Netzhaut (Retina) erinnern.
Der Pferdekopf-Nebel ist wohl eins der am meisten fotografierten Objekte in den Tiefen des Alls. Das auch als "Barnard 33" bekannte Objekt ist ein kalter, aus dunklen Gaswolken bestehender Nebel. Erstmals entdeckt wurde die im Sternbild Orion liegende Gaswolke im späten 18. Jahrhundert.
Ähnlich den Haaren in Botticelli's berühmten Portrait der Geburt der Venus strömen leicht glühende Gasfäden, von jungen Sternen ausgehend, aus dem Nebel N44C. Zum Glühen gebracht werden sie durch einen Teilchenwind des Sterns Wolf-Rayet. Der Nebel N44C liegt in der Großen Magellanschen Wolke, einer Nachbargalaxie der Milchstraße.
Der "Rotten Egg Nebula" (etwa: "faules Ei-Nebel") hat seinen Namen von den riesigen Mengen Schwefel in seinem Inneren, die wie faule Eier riechen würden, könnte man daran schnuppern. Auf dem Bild sieht man die überschallschnellen Schockwellen, die von den Gasexplosionen eines sterbenden Sterns ausgehen.
Die Spiral-Galaxie NGC 4622. Das besonderer an dieser 111 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie im Sternbild Centaurus ist ihre Drehrichtung im Uhrzeigersinn, obwohl die Ausrichtung ihrer Spiralarme genau das Gegenteil vermuten lässt.
Die Galaxie N44C in der Großen Magellansche Wolke. Riesige Wolken glühenden Wasserstoffs umgeben Regionen, in denen laufend junge Sterne geboren werden.
Der Cone Nebel, ein Cousin von M16. Die monströsen Gassäulen sind ein typisches Zeichen für Regionen im All, in denen neue Sterne geboren werden.
Das wasserfarben-bunte Zentrum des Omega Nebels ist eine Geburtsstätte für neue Sterne.
Die Galaxie UGC 10214 bekam wegen ihres Aussehens den Spitznamen "Tadpole" (Kaulquappe). Sie erstreckt sich über einen Raum von 280.000 Lichtjahren.
Diese 300 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxien im Sternbild Coma Berenices haben wegen ihrer langen "Schwänze" den Spitznamen "Die Mäuse" bekommen. In ferner Zukunft werden sie vielleicht zu einer Riesen-Galaxie verschmelzen.
Hubble-Aufnahme einer Kollision zweier Galaxien.
...und eine Detail-Aufnahme der beiden "Twister".
Der Nebel NGC 604 in unsrer Nachbargalaxie M33. Hier befindet sich eine riesige Region, in der ständig neue Sterne geboren werden
Hubble bestätigt mit dieser Aufnahme die Existenz eines massiven Schwarzen Lochs in der Galaxie M87.
NGC 4013 ist eine der Milchstraße ähnliche Spiral-Galaxie. Die Entfernung zur Erde beträgt 55 Millionen Lichtjahre.
Die Galaxie NGC 6745. Ihre Form entstand durch einen Zusammenstoß mit einer Nachbargalaxie.
Sternenhaufen in der Großen Magellanschen Wolke.
Rechts eine Detaillaufnahme aus dem Orion Nebel.
Die Whirlpool-Galaxie. In den Spiralarmen werden laufend neue Sterne geboren (rote Gebiete)
Im Zentrum der Circinus-Galaxie wird ein massives Schwarzes Loch vermutet.
NGC 1512 ist ein 30 Millionen Lichtjahre entfernter Nachbar der Milchstraße.