Frachter zur Raumstation gestartet: Weihnachtsgeschenke für Astronauten
zuletzt aktualisiert: 23.12.2007 - 10:10Berlin/Houston (RPO). Auf Weihnachtsgeschenk dürfen sich die Astronauten der Raumstation ISS freuen: Am Sonntag ist ein Frachtraumschiff mit Obst und kleinen Präsenten gestartet. Am zweiten Weihnachtstag soll es an der ISS andoggen.
1261 Kilogramm Nachschub hat der Raumfrachter an Bord. Die "Sojus"-Trägerrakete mit "Progress M-62" an der Spitze hat am Sonntag kurz nach 8.00 Uhr MEZ vom Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) abgehoben, teilte die US- Raumfahrtbehörde NASA in Houston mit.
Neben Treibstoff, Trinkwasser, Atemluft, Verbrauchsmaterialien, Hygieneartikeln, Ersatzteilen und wissenschaftlichen Geräten sind auch 11,5 Kilogramm frisches Obst sowie persönliche Geschenke für die dreiköpfige Besatzung an Bord.
Die 16. Stammbesatzung mit Peggy Whitson, Daniel Tani (beide USA) und Juri Malentschenko (Russland) darf sich auf Äpfel, Grapefruits, Zitronen, Apfelsinen, Zwiebeln und Knoblauch für die Festtafel freuen. Die Frau von Bordingenieur Malentschenko, der am Samstag seinen 46. Geburtstag beging, überrascht ihren Mann außerdem mit CD und DVD mit seiner Lieblingsmusik und seinen Lieblingsfilmen.
Weihnachten und Silvester werden wegen des Todes der Mutter von Tani in diesem Jahr in aller Stille begangen. Rose Tani war am Mittwoch bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Tani soll im Januar mit der Raumfähre "Atlantis" zur Erde zurückkehren. Seinen Platz nimmt dann der französische ESA-Astronaut Leopold Eyharts ein.
Der Start des Shuttles mit dem europäischen Forschungslabor "Columbus" war ursprünglich für den 6. Dezember geplant, musste aber wegen Problemen mit den Tanksensoren verschoben werden. Er soll jetzt voraussichtlich am 10. Januar stattfinden. Mit dabei ist auch der deutsche ESA-Astronaut Hans Schlegel, der "Columbus" bei zwei Ausstiegen in den freien Raum an die Station anschließen wird.
Der Vorgänger des neuen Frachters, "Progress M-61", war am Samstag von der Station abgekoppelt worden. Mit 1,5 Tonnen Abfällen aus der ISS beladen, soll er einen Monat lang autonom die Erde umkreisen und dabei technische Experimente ausführen, bevor er gezielt über dem Pazifik zum Absturz gebracht wird.
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