Sparmaßnahme: Wetterdienst will keine Wetterberichte mehr erstellen
zuletzt aktualisiert: 08.01.2008 - 19:00München (RPO). Der Deutsche Wetterdienst (DWD) will künftig sparen - und deshalb keine Wetterberichte mehr erstellen. Damit zieht sich der Dienst aus dem Mediengeschäft zurück. Fernsehsender und andere Kunden müssen die Daten künftig anderswo aufbereiten lassen.
Das sagte DWD-Sprecher Uwe Kirsche der "Süddeutschen Zeitung". Die Prognose für acht bis 20 Tage im Voraus will der DWD demnach einstellen. "Wir werden verstärkt Klimaforschung betreiben", wurde Kirsche zitiert. Ein entsprechendes Strategiepapier werde derzeit vom Verkehrsministerium geprüft.
Beim Wetterdienst war am Dienstagabend niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Die Wettervorhersage bleibe zwar das Kerngeschäft, sagt Kirsche laut "SZ". Der staatliche Wetterdienst werde sich jedoch darauf konzentrieren, Wetterdaten zu messen und auszuwerten.
Die Aufbereitung der Daten für die Medien oder für Gutachten für die Landwirtschaft sollen demnach Firmen übernehmen. Der Dienst rechne damit, viele seiner 30.000 Kunden zu verlieren, schreibt das Blatt.
Der staatliche Dienstleister reagiere auf ein "sehr hartes Sparprogramm" des Bundes, sagt Kirsche. Fast jede dritte Stelle wird demnach eingespart. "Die Grenzen unserer Einsparmöglichkeiten sind erreicht."
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