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Google Art Project
  Foto: AFP, AFP
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Wir haben es getestet: So funktioniert ein Museumsbesuch mit Google

VON MIRIAM SCHUMACHER - zuletzt aktualisiert: 02.02.2011 - 12:04

Düsseldorf (RPO). Mit dem "Google Art Project" können Kunstliebhaber auf der ganzen Welt nun auch bequem von zu Hause aus eine neue Dimension des Museumsbesuchs erleben. Wir haben uns Googles neuestes Baby angeschaut und getestest, ob damit ein Besuch im Museum überflüssig wird, oder ob ein "echter" Rundgang das einzig Wahre bleibt.

Die Bedienung des virtuellen Museums-Besuches ist von der Handhabung ähnlich leicht wie bei Google Street View. Der Nutzer kann mithilfe der Computermaus seinen Rundgang durch das von ihm gewählte Museum lenken und ganz nach Lust und Laune auf ein Gemälde "zugehen" oder den Raum verlassen.

Die Qualität der einzelnen Nahaufnahmen der Gemälde ist beeindruckend: Jeder Pinselstrich kann herangezogen werden, und man kommt teilweise näher an die Kunst der großen Maler heran, als man es in einem Museum je schaffen würde.

Einziger echter Nachteil der virtuellen Museen ist definitiv, dass das Gefühl ausbleibt, nur Zentimeter von einem echten Kunstwerk entfernt zu stehen. 

Der Moment, in dem man sich wirklich vor das Original eines Meisters stellt und sich nicht sattsehen kann, an dessen Kunstwerk - dieses Gefühl kommt bei dem virtuellen Rundgang im Internet leider nicht auf. Somit ist es unwahrscheinlich, dass es echten Kunstliebhabern reichen wird, nur per Mausklick durch die großen Museen der Welt zu spazieren. Für einen guten Überblick reicht es aber definitiv aus. Außerdem, wer kann schon 17 weltweit verstreute Top-Museen an einem Tag besuchen?

Google-Manager Nelson Mattos erklärte bei der Einweihung seines neuen Projekts in der Londoner Tate Gallery: "Wir hoffen, dass es die Menschen inspirieren wird, wo auch immer sie leben, Kunst anzuschauen und zu erforschen".

Die Idee, große Kunst auch für Interessierte in den Teilen der Welt anschaulich zu machen, ist auf jeden Fall eine gelungene Arbeit. Und wer weiß - vielleicht überzeugt es auch einige Kunstmuffel, beim nächsten Ausflug einmal in ein echtes Museum einzukehren?


 
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