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IFA 2017
Dialoggarer - Miele erfindet neues Küchengerät

IFA 2017 - Dialoggarer und weitere Trends bei Haushaltsgeräten
IFA 2017 - Dialoggarer und weitere Trends bei Haushaltsgeräten FOTO: dpa, may sir
Düsseldorf. Miele hat zur IFA 2017 eine neue Geräteart für die Küche vorgestellt: Nach dem Backofen, der Mikrowelle und dem Dampfgarer kommt nun der Dialoggarer. Sie soll bessere Ergebnisse in weniger Zeit liefern. 

Miele hat zur Elektronikmesse IFA in Berlin (1.-6. September) eine neue Geräteart für die Küche präsentiert. Der Dialoggarer bietet den Angaben zufolge eine neue Technologie zum Garen, die Speisen gleichmäßiger zubereiten kann und dabei bis zu 70 Prozent weniger Zeit benötigt.

Bei einer Demonstration vor Beginn der Messe wurde zum Beispiel Fleisch zeitgleich mit wesentlich empfindlicheren Tomaten zubereitet - ohne Qualitätsverluste bei einer der Zutaten.

Möglich ist das durch elektromagnetische Wellen, die mit wechselnden Frequenzen in Kombination der bekannten Betriebsarten wie Ober-/Unterhitze tief in Speisen vordringen.

Gadgets - diese Technik-Neuheiten will man haben FOTO: dpa, tsn crk

Während bei anderen Technologien in herkömmlichen Backöfen oder Mikrowellen das äußere schon länger gart, während das Innere noch kalt ist, wird hier das gesamte Lebensmittel gleichmäßig erhitzt. So können zum Beispiel Brote ohne Kruste oder Braunfärbung gebacken oder tiefgekühlte Sahnetorten innerhalb von 30 Minuten ohne Verlaufen und Qualitätsverluste aufgetaut werden.

Ein Zwiegespräch mit dem Essen

Zugleich überwachen hoch entwickelte Sensoren das Gargut konstant und berechnen auf das Joule genau, wie viel Wärmeenergie sich im Lebensmittel befinde. Innerhalb von Millisekunden können Veränderungen am Gargut registriert und die Zubereitung angepasst werden. Axel Kniehl, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei Miele, nannte es "ein Zwiegespräch mit dem Essen" und seinem Garpunkt.

Mit der neuen Garmethode sind viele Speisen der experimentellen Küche auch im Hobbybereich möglich. Köche demonstrierten am Rande der Präsentation zum Beispiel das vollständige Garen eines Fischfilets in einem hohlen Block aus purem Eis, der währenddessen nicht wegschmolz.

Grundsätzlich gehe es dem Unternehmen mit dem Gerät aber um erhebliche Zeitersparnis und bessere Ergebnisse beim üblichen Kochvorgang in der Privatküche, so eine Firmensprecherin. Zum Beispiel Volumenzunahme vom Teig beim Backen oder gleichmäßigeres Garen von Fleisch.

Das Gerät der oberen Preisklasse soll für rund 8000 Euro ab April 2018 in den Handel kommen. Die Entwicklung hat sieben Jahre gedauert.

Die IFA findet vom 1. bis 6. September 2017, jeweils 10 Uhr bis 18 Uhr in Berlin statt, der 30. und 31. August sind Medientage.

(csr/dpa)
 
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