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Kritiker ohne Gnade
So verreißen Amazon-Kunden Weltliteratur

Kundenrezensionen: So verreißen Amazon-Kunden Weltliteratur
Amazon-Kunden wissen mehr: Wer Goethes "Faust" mag, der hat doch keine Ahnung. FOTO: Reclam
Düsseldorf. Buddenbrooks? Zu viel Gefresse. 1984? Zu viel Folter. Herr der Ringe? Zu viele singende Zwerge. Die Kundenrezensionen bei Amazon sind auch bei Literaturklassikern gnadenlos – eine Auswahl. Von Sebastian Dalkowski

Im Deutsch-Unterricht ist es streng verboten. Dort haben Schüler die Klassiker der Weltliteratur gutzufinden. Niemals wird dort die Berechtigung von "Faust", "Buddenbrooks" oder "Der Fänger im Roggen" in Frage gestellt. Doch wofür gibt es das Internet? Auf Amazon.de vernichten Kunden in ihren Rezensionen auch jene Werke, die vorher niemand öffentlich niedergemacht hat.

Da sagt einer über Kafkas "Der Prozess", dass er gerne in die Vergangenheit reisen würde, um den Autor zu ermorden, damit der nie ein Buch schreibt. Ein anderer urteilt über George Orwells "1984": "Man kann Orwells Vorfahren erahnen: Kafka, Nietzsche, Schopenhauer. Frauenhasser also, wie Politiker." Ein User nennt "Robinson Crusoe" den "feuchten Traum vom Ur-Liberalismus".  

Wir haben die denkwürdigsten Verrisse zusammengestellt und die Rechtschreibung nicht angetastet.

 

 
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