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Bonn
Für die Muslime beginnt heute der Ramadan
Bonn. Im Islam ist das Fasten eine der fünf Säulen der Religion – unter anderem neben dem Pilgern nach Mekka und dem Almosengeben.

Heute beginnt der islamische Fastenmonat Ramadan. Für Muslime ist das Fasten, das jeweils im neunten Monat des islamischen Mondjahres stattfindet, eine der fünf Säulen ihrer Religion neben dem Pilgern nach Mekka, den täglichen Gebetszeiten, dem Glaubensbekenntnis zu Allah als einzigem Gott und dem Almosengeben.

Der Ramadan endet in diesem Jahr am 7. August. Danach folgt das dreitägige Fest des Fastenbrechens. Durch das Fasten soll deutlich werden, dass die Religion einen höheren Wert hat als das tägliche Leben.

Der Ramadan ist auch der Monat der Nächstenliebe und der guten Taten. Der Anfang des Fastenmonats hängt vom Zeitpunkt des Erscheinens der Neumondsichel ab. Die großen islamischen Verbände in Deutschland haben sich auf einen gemeinsamen Zeitrahmen verständigt. Der Ramadan erinnert nach islamischer Tradition an die Offenbarung des Koran durch den Erzengel Gabriel an den Propheten Mohammed.

Zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang sind Muslimen das Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr untersagt. Mit dem Iftar, dem festlichen Abendessen, wird das Fasten täglich beendet. Häufig treffen sich die Gläubigen an den Abenden auch zum gemeinsamen Gebet oder rezitieren zu Hause Suren des Korans.

Ausgeschlossen von der Fastenpflicht sind nur Reisende, Schwangere, stillende Mütter, Kinder, Kranke und Alte. Das religiös motivierte Fasten ist nicht nur ein muslimisches Phänomen. So begehen Christen eine 40-tägige Fastenzeit vor Ostern. Die Angehörigen der Ostkirchen befolgen vier Fastenzeiten im Kirchenjahr. Auch im Buddhismus gibt es eine Fastentradition.

Zum Beginn des Ramadan hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, Hilfe für die Menschen in den Krisengebieten der arabischen Welt angemahnt. Vor allem den Leidenden in Syrien müsse man zu Hilfe kommen.

Quelle: kna/dpa
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