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Düsseldorf
NRW hat nun endlich sein Landtagsmuseum

Düsseldorf. Nach jahrelangem Ringen um Kosten und Konzepte hat NRW sein "Haus der Parlamentsgeschichte". In der Villa Horion, dem früheren Amtssitz der Ministerpräsidenten, erwartet die Besucher ein Streifzug durch die Geschichte Nordrhein-Westfalens. Die Spurensuche beginnt in einer Nachbildung des früheren Düsseldorfer Opernhaussaals, in dem vor 70 Jahren die erste Landtagssitzung stattfand. Über dieses wichtige Ereignis berichtete auch die damals noch junge "Rheinische Post". Faksimile-Exemplare liegen dort ebenso aus wie die Entnazifizierungsakten der ersten Abgeordneten. Fotos und Filmbeiträge versetzen die Besucher in die Nachkriegszeit.

Weiter geht es in den nachgebildeten Theatersaal der Henkelwerke, in dem der Landtag jahrelang tagte. In diesem Provisorium mit seinem kargen Mobiliar herrschte drangvolle Enge. Erst 1949 konnte der Landtag das ehemalige Ständehaus am Kaiserteich beziehen. Damals war Karl Arnold (CDU) Regierungschef in NRW. 1966 begann die lange Ära der SPD-Herrschaft unter Führung von Heinz Kühn und Johannes Rau. Eingespielte Landtagsreden machen diese Zeit wieder lebendig. Danach gelangt der Besucher in einen weiteren Raum, der dem jetzigen Parlamentssaal nachempfunden ist. Zu guter Letzt öffnet sich die Tür zu dem im Original erhaltenen Kabinettssaal der "Villa Horion".

Laut Landtagspräsidentin Carina Gödecke (SPD) liegen die Umbaukosten für dieses gelungene Projekt bei 780.000 Euro. Landtagsvizepräsident Eckhard Uhlenberg, dem Treiber dieser Idee, entfuhr bei der Eröffnung: "Ich bin glücklich."

(hüw)
 
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