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Ab Ende März Pflicht in neuen Autos
Notrufsystem eCall flächendeckend erst 2035

eCall im Auto - wie der Notrufassistent funktioniert
eCall im Auto - wie der Notrufassistent funktioniert
Düsseldorf. Das Notrufsystem eCall wird Pflicht für neue Autos. Bis es überall in Deutschland an Bord ist, wird aber noch viel Zeit vergehen. Von Holger Holzer

Das automatische Notrufsystem eCall für Pkw kommt – aber nur langsam. Ab Ende März muss die Technik zwar in jedem neu zertifizierten Automodell an Bord sein, flächendeckend in der deutschen Pkw-Flotte vorhanden ist es aber nicht vor 2035, wie der Verband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) berechnet hat.

Bis auch nur die Hälfte aller Autos mit eCall ausgerüstet ist, wird es fast ein Jahrzehnt dauert. Das System erkennt selbstständig, wenn das Fahrzeug in einen Unfall verwickelt ist und sendet automatisch einen Notruf inklusive Positionsdaten an die 112 ab.

Tipps: Assistenzsysteme im Auto nachrüsten FOTO: dpa, loe

Wichtigster Grund für die langsame Verbreitung ist die lange Nutzungsdauer von Autos in Deutschland. Zuletzt lag sie im Schnitt bei 9,3 Jahren. Zudem ist das Notrufsystem zunächst nur in neuen Pkw-Typen obligatorisch.

eCall nachrüsten ist möglich

Fahrzeuge, die ihre Typzulassung bereits vor dem Stichtag erhalten haben, dürften weiter gebaut und verkauft werden. Ein durchschnittlicher Pkw-Produktionszyklus beträgt sechs bis acht Jahre, nicht immer ist bei einem Generationswechsel eine neue Typgenehmigung nötig.

Assistenzsysteme im Auto - hilfreich und sinnvoll FOTO: dpa, loe

Wer ein Auto ohne eCall an Bord fährt, kann das System nachrüsten. Versicherungen, Automobilclubs, Werkstattketten und andere Unternehmen bieten Stecker für den Zigarettenanzünder oder die OBD-Schnittstelle an. In der Regel werden ein einmaliger Kaufpreis und eine Abo-Gebühr fällig.

(csr/SP-X)
 
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