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Stiftung Warentest
Diese Zahnpasta sollten Sie nicht mehr benutzen

Die häufigsten Fehler bei der Zahnhygiene
Die häufigsten Fehler bei der Zahnhygiene FOTO: proDente e.V.
Düsseldorf . Die Stiftung Warentest hat 32 Universalzahnpasten auf ihre Wirksamkeit getestet. Die Ergebnisse: Es muss keine teure Zahnpasta sein, die meisten Produkte schützen gut, drei fielen im Test komplett durch.  Von Susanne Hamann

Jeden Tag zweimal sollte man zu Zahnbürste und Zahncreme greifen und die Kauwerkzeuge im Mund sauber schrubben. Während die Zahnbürste dabei von Ablagerungen befreien soll, ist die Zahncreme dafür da, den Zahn aufzubauen, zu stärken und eventuell auch weiß zu halten. Aber klappt das auch?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben die Verbraucherschützer der Stiftung Warentest 32 Zahnpasten im Labor getestet. Unter den Produkten waren sowohl Markenprodukte, als auch Waren vom Discounter und Zahncremes aus Naturkosmetikserien. 

Das Ergebnis fiel erstaunlich positiv aus:

  • Überblick: Insgesamt fünf Pasten schnitten mit dem Prädikat "sehr gut" ab. Immerhin 13 erhielten noch ein "gut". "Befriedigend" oder schlechter wurden die restlichen 14 Produkte bewertet, wobei drei Pasten mit "mangelhaft" durch den Test durchfielen. 
  • Sehr gut: Ausgerechnet drei Eigenmarkenprodukte von Discountern hielten der Überprüfung durch Stiftung Warentest am besten stand. Als uneingeschränkt empfehlenswert gelten die "Dentalux Complex 3 Kräuter Fresh Zahnpasta" von Lidl, "Perlodent med" von Rossman und die "K-Classic" von Kaufland. "Sie bieten eine optimale Kariesprophylaxe und entfernen auch Verfärbungen zuverlässig", heißt es in dem Test. 
  • Naturkosmetik: Drei Naturprodukte schnitten mit "gut" ab, darunter die "Vitamin B12 Zahncreme" von Sante. 
  • Mangelhaft: Ausgerechnet drei Naturkosmetikprodukte waren aber auch die Testverlierer: Weder die "Lavera Basis Sensitiv Classic", noch die "Weleda Sole-Zahncreme" oder die "Zirkulin Propolis Zahnpasta" enthielten Fluorid "und schützen deswegen nicht ausreichend vor Karies", schreiben die Tester. 
  • Zink: 20 der 32 Zahncremes enthalten Zink, das befanden die Tester als positiv. Der Mineralstoff soll gegen Bakterien wirken und damit vor Plaque, Zahnstein und Mundgeruch schützen, heißt es ebenda. Allerdings müssten Pasten mit Zink entsprechend gekennzeichnet sein, weil sich ihre Anwendung nicht für Kinder eignet. Einige Zahnpasten enthielten keinen entsprechenden Hinweis, was sich in der Bewertung der Prüfer bemerkbar machte. 
  • Fluorid: Laut Studien ist der starke Rückgang von Karies in den vergangenen 25 Jahren, maßgeblich den fluoridhaltigen Zahnpasten zu verdanken. Pasten die kein Fluorid enthielten, fielen deshalb im Test durch. Den gesamten Zahnpasta-Test der Stiftung Warentest finden Sie hier. 
(ham)
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