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Gewalt gegen Einsatzkräfte
NRW-Innenminister fordert Kameras an Feuerwehr-Autos

Herbert Reul: NRW-Innenminister fordert Kameras für Feuerwehr-Fahrzeuge
Einsatzfahrzeug der Feuerwehr auf dem Weg zu einer Unfallstelle (Archiv). FOTO: dpa, woi;cse sab
Osnabrück. Feuerwehrwagen und andere Einsatzfahrzeuge sollen in NRW mit Kameras ausgerüstet werden - das fordert Innenminister Herbert Reul. Anlass sind die vermehrten Übergriffe auf Einsatzkräfte. Die Kameras sollen mögliche Angriffe dokumentieren.

Das sagte Reul der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagsausgabe). "So gäbe es Beweise, um Leute, die sich daneben benehmen, dingfest zu machen. Das ist heute oft nicht möglich." 

Streifenwagen sind in der Regel schon mit Videokameras ausgerüstet, auch mit sogenannten Bodycams - Kameras, die Polizisten am Körper mitführen - experimentierte die NRW-Polizei bereits.

Eine weitere Verschärfung der Strafen für Gewalttaten gegen Einsatzkräfte lehnte Reul ab, ebenso wie ein generelles Verbot für das Tragen von Messern. Zuletzt war es wiederholt zu Übergriffen auf Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter gekommen. 

Dennoch hält Reul nach eigener Aussage nichts davon, Feuerwehrleute mit Schutzkleidung speziell gegen Übergriffe auszurüsten. "Ein Feuerwehrmann mit einer Schutzweste ist überhaupt nicht mehr handlungsfähig. Er kann sich ja gar nicht mehr bewegen", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es sei auch keine Alternative, Rettungskräfte nur noch mit Polizeibegleitung in Häuser gehen zu lassen. "Wo kommen wir denn da hin?", sagte der Innenminister. "Das ist theoretisch alles hochintelligent, aber praktisch nicht anwendbar."

 

(rls/lnw)
 
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