| 19.25 Uhr

Altersheim in Heiden
Dementer 83-Jähriger soll Mitbewohner getötet haben

Münster. In einem Seniorenheim im Münsterland hat ein demenzkranker 83-Jähriger möglicherweise einen neun Jahre jüngeren, ebenfalls kranken Mitbewohner getötet. Der Tatverdächtige hat keine Erinnerungen mehr an die Geschehnisse. 

"Nach jetzigem Ermittlungsstand müssen wir von einer Gewalttat ausgehen", erklärte Oberstaatsanwalt Matin Botzenhardt  am Mittwoch in Münster. "Aufgrund der vorliegenden Demenzerkrankung und dem damit verbundenen Verlust des Kurzzeitgedächtnisses hat der 83 jährige keine Erinnerung an den Geschehensablauf der letzten Nacht."

In der Nacht zuvor hatte eine Pflegerin bemerkt, dass der 83-Jährige nicht in seinem Zimmer war. Sie fand ihn im Nachbarzimmer, im Bett des 74-jährigen, ebenfalls demenzkranken Mannes. Dieser war schwer verletzt, ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Der Tod sei eine Folge stumpfer Gewalteinwirkung, berichten Polizei und Staatsanwaltschaft weiter. Nun versucht eine Mordkommission, den Tathergang zu klären.

 

(top/lnw)
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