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Großeinsatz in Hennef
Schwere Explosion bei Munitionssammler

Explosionen in Hennef: Privates Munitionslager geht in die Luft
Hennef. In Hennef an der Sieg ist vermutlich durch die große Hitze eine Kiste mit Granaten in die Luft geflogen. Es gab mehrere Explosionen. Verletzt wurde niemand. Der 51 Jahre alte Hausbewohner wurde vorläufig festgenommen.

Vermutlich die große Hitze der Sonne hat die unerlaubt gelagerte Weltkriegsmunition zur Explosion gebracht. Verletzt wurde dabei niemand. Die Explosion löste aber am Montag einen Brand aus und führte zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk, wie die Polizei in der Nacht zu Dienstag mitteilte. Weil die Einsatzkräfte weitere Detonationen befürchteten, räumten sie mehrere Häuser. Sie fanden weitere Munition, die Sprengstoffexperten von Bundespolizei und Landeskriminalamt schließlich kontrolliert auf einem Feld sprengten.

Privates Munitionslager in Hennef explodiert FOTO: dpa, hka pil

Die Einsatzkräfte waren am Nachmittag wegen eines Explosionsgeräuschs zu einem Haus gerufen worden. Als sie dort ankamen, gab es weitere Detonationen. Eine Garage geriet in Brand. Die Gefahrenzone wurde auf 100 Meter ausgeweitet. Eine Bahnstrecke und die angrenzende Autobahn 560 wurden gesperrt. Zudem wurde der Strom in dem betroffenen Viertel abgeschaltet. Es stellte sich heraus, dass in einer großen Kiste Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg gelagert worden waren, die vermutlich durch die starke Hitze explodierten, so die Polizei.

Der 51-jährige Hausbewohner sagte, er habe die Munition auf einem Trödelmarkt erworben. Er wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn wird jetzt wegen möglicher Verstöße gegen das Spreng- und das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. Erst am späten Montagabend konnten die Anwohner in ihre Häuser zurückkehren. Brandexperten der Polizei ermitteln weiter die genauen Umstände.

(felt/lnw)
 
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