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Pflanze verursacht schwere Hautschäden
Riesen-Bärenklau: Gefährliche Giftpflanze am Straßenrand

Hier treibt die gefährliche Herkulesstaude ihre Blüten
Hier treibt die gefährliche Herkulesstaude ihre Blüten FOTO: Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf/Ratingen. Die Pflanze wuchert am Straßenrand oder im Wald und sieht harmlos aus – doch der Riesen-Bärenklau ist für Menschen gefährlich. Wer die giftige Pflanze berührt, holt sich Verbrennungen und riesige Blasen. Häufig kümmert sich niemand darum, das gefährliche Gewächs zu beseitigen.

Die Pflanze, auch Herkulesstaude genannt, enthält das Gift Furocumarin. Wenn ihr Saft mit der Haut und mit Sonne in Kontakt kommt, entstehen Rötungen, Verbrennungen und Blasen. Weil die Beschwerden erst ein bis zwei Tage später auftreten, werden sie häufig erst einmal nicht auf den Kontakt mit der Pflanze zurückgeführt. Im schlimmsten Fall kann sogar ein Kreislaufschock die Folge sein.

Der Riesen-Bärenklau stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und wurde als Zierplfanze nach Mitteleuropa importiert. Dort wurde er anfangs als Nutzpflanze angesehen – unter anderem als Bienenweide. Sie breitete sich immer weiter aus. Inzwischen braucht man eine Genehmigung, um Riesen-Bärenklau anpflanzen zu dürfen. Doch die Pflanze hat sich längst verbreitet.

Alljährlich im Sommer wird der Riesen-Bärenklau zum Problem: Er wuchert am Straßenrand und auf Waldwegen und nur wenige Menschen wissen, wie giftig er ist. Denn die Pflanze mit ihren weißen Blüten sieht unscheinbar aus.

In Ratingen beschäftigt die Pflanze zur Zeit sogar die Kommunalpolitik. Bürger haben sich beschwert, weil die Pflanze auf einem Grundstuck an einer beliebten Spazierstrecke am Lintorfer Wald wuchert und sogar auf den Weg ragt. Sogar auf die Nachbargrundstücke breitet er sich schon aus. Weil der Besitzer (der eigentlich dazu verpflichtet wäre) die Pflanze offenbar nicht entfernt, streiten Ratsmitglieder jetzt darüber, ob die Stadt eingreifen muss.

Wie ernst die Folgen eines Kontakts mit der Pflanze sein können, zeigte sich zum Beispiel vergangenen Sommer in Rheinberg: Ein siebenjähriger Junge kam beim Radfahren mit der Pflanze in Kontakt. Er trug eine riesige Blase an der Hand davon und musste ins Krankenhaus.

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