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Trickbetrug
Spezial-Staatsanwalt ermittelt in NRW gegen falsche Polizisten

Die Maschen der Trickbetrüger
Die Maschen der Trickbetrüger FOTO: dpa, frg fpt
Düsseldorf. Dreiste Trickbetrüger spezialisieren sich zunehmend auf ältere Opfer. Immer wieder geben sich die Täter als vermeintliche Polizisten aus. Jetzt spezialisiert sich die Justiz in NRW auf die Senioren-Abzocker.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf erhält dafür eine zusätzliche Stelle mit landesweiter Zuständigkeit. Wie NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) sagte, soll sie sich auf organisierte Kriminalität zum Nachteil Älterer spezialisieren.

Dabei geht es vor allem um falsche Polizisten und andere vermeintliche Amtsträger, die Senioren etwa am Telefon vorgaukeln, sie müssten deren Schmuck in Gewahrsam nehmen und vor Dieben sichern. In anderen Fällen erfinden sie Bedrohungsszenarien, aus denen die Opfer sich angeblich nur mit einer großen Geldsumme retten können. Durch technische Tricks tauchen die Anrufer auf dem Telefondisplay oft sogar mit der Notrufnummer 110 auf.

Immer mehr Fälle

Im vergangenen Jahr registrierte das Landeskriminalamt rund 9000 solcher Vorfälle - Tendenz steigend. In einem Fall machten die Täter 500.000 Euro Beute. Hinzu kamen rund 3000 "Enkeltricks", bei denen sich Anrufer als Enkel ausgeben, die in angeblicher Notlage die Oma anpumpen.

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Dabei sei von einer hohen Dunkelziffer auszugehen, weil vor allem ältere Opfer sich schämten, sagte Biesenbach. "Aber Opfer von Straftaten sollten sich nie schämen - das sollten die tun, die ältere Menschen zu Opfern machen." Oft sei der psychische Schaden noch schlimmer als der materielle, weil die Senioren sich in den eigenen vier Wänden nicht mehr sicher fühlten.

(lsa/lnw)