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Dinslaken
Bagger reißt Bruchschul-Turnhalle ab

Dinslaken: Bagger reißt Bruchschul-Turnhalle ab
Der Bagger war gestern mit dem Abriss der alten Sporthalle der Bruchschule beschäftigt. Auf dem frei werdenden Areal soll der geplante Neubau für die Grundschule entstehen. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. Noch laufen die Abbrucharbeiten auf dem Gelände der Grundschule an der Hedwigstraße. Dort wird Platz geschaffen für einen Neubau, der ab nächsten Sommer genutzt werden kann. Das Gesamtprojekt kostet rund 5,2 Millionen Euro. Von Heinz Schild

Schon in den vorangegangenen Wochen wurde von den Handwerkern alles für den Abbruch der alten Sporthalle der Bruchschule vorbereitet. Was getrennt werden konnte an Baumaterialien, holten sie aus dem Gebäude an der Hedwigstraße heraus. Auch fand eine Schadstoffsanierung statt. Nachdem der Abrissbagger in dieser Woche angerückt war, hatte dieser leichtes Spiel und kam auch gestern mit seiner Arbeit schnell voran. Mehrere Container stehen auf dem Baustellenbereich zur Aufnahme des anfallenden Schutts bereit. "In der 17. Kalenderwoche, also Ende April, wird mit den Erdarbeiten für den Neubau begonnen, der an der Stelle der alten Turnhalle entsteht", berichtete gestern Walburga Wüster, Geschäftsführerin der ProZent GmbH, die für die Stadt Dinslaken die Schulen saniert.

Der geplante Neubau soll bereits ab dem nächsten Sommer der Grundschule zur Nutzung zur Verfügung stehen. Bis es allerdings soweit ist, steht noch viel Arbeit an. Der Neubau erhält eine Teilunterkellerung für Technik und Belüftungsanlage. Im künftigen Erdgeschoss entsteht ein Mehrzweckraum mit Mensa und Ausgabeküche. Ein kompletter Schülerjahrgang mit drei Klassen wird ebenfalls im Erdgeschoss untergebracht. Das Obergeschoss ist für zwei weitere Jahrgänge ausgelegt, mit den notwendigen Klassen- und Differenzierungsräumen, Garderoben und Toiletten (wie im Erdgeschoss). Vorgesehen sind weiterhin die Sanierung des Bestandsgebäudes sowie der Abriss des Altbaus an der Schulstraße. An dessen Stelle wird eine neue Sporthalle errichtet. Der Schulkomplex wird über einen neuen zentralen Eingang verfügen, der das Bestandsgebäude und den Neubau miteinander verbindet und sich etwas zurückgesetzt im Bereich der früheren Klassencontainer befinden wird. Das neue Treppenhaus erhält einen Aufzug. Die Bruchschule wird, wenn sie fertig ist, barrierefrei sein, wie Walburga Wüster weiter berichtete.

Energetisch wird die Schule nach Umbau- und Sanierung die Anforderungen eines Energie-Plus-Gebäudes erfüllen. Unter anderem werden eine Photovoltaikanlage, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie die Nutzung der Erdwärme dafür sorgen, dass die Bruchschule mehr Energie produziert als sie selbst verbraucht. Die überschüssige Energie wird dann ins öffentliche Netz eingespeist.

Für den bis 2019 andauernden Umbau sind 5,2 Millionen Euro Gesamtkosten veranschlagt, ursprünglich waren es 4,8 Millionen. Die Steigerung erklärt sich durch den Ausbau zur Plus-Energie-Schule. Walburga Wüster versichert, alles daran zusetzen, dass der Kostenrahmen eingehalten, es - wenn möglich - sogar etwas günstiger wird.

Quelle: RP
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