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Voerde
CDU verwundert über neue Stelle für Controlling

Voerde. Voerder Christdemokraten bemängeln fehlende Information durch den Bürgermeister.

Überrascht und "sehr verwundert" zeigt sich die CDU über die Nachricht, dass die Stadt für das verwaltungsinterne Controlling eine neue Stelle ausgeschrieben hat. Die Voerder Christdemokraten reagierten gestern auf den Bericht. CDU-Fraktionsgeschäftsführer und Stadtverbandsvorsitzender Bernd Altmeppen übte Kritik an fehlenden Informationen von Seiten des Bürgermeisters im Vorfeld. Zwar habe Verwaltungschef Dirk Haarmann die Wichtigkeit betont, im Rathaus ein Controlling einzuführen, dass dafür nun eine neue Stelle ausgeschrieben wird, habe er aber nicht gesagt. Darüber sei weder im Ältestenrat, noch im Arbeitskreis Haushaltskonsolidierung oder während der letzten Sitzung des Stadtrates vor den Sommerferien am 5. Juli berichtet worden, moniert Altmeppen.

Ein Zeitungsartikel und die Ausschreibung reichten als Information nicht. Der CDU-Ratsherr nennt das Vorgehen in Anbetracht eines vor etlichen Wochen vom Bürgermeister einberufenen interfraktionellen Grundsatzgesprächs, bei dem es um die politische Zusammenarbeit in den Gremien und in der Öffentlichkeit ging, "höchst merkwürdig". Dieser "Alleingang", wie es Bernd Altmeppen formuliert, spreche dem Ansinnen Hohn, mehr miteinander, anstatt übereinander zu sprechen. "Das Einvernehmen fördert das so nicht." Der Bürgermeister "möge uns in Zukunft doch mehr mitnehmen", appelliert Bernd Altmeppen nachdrücklich.

Was den neuen Posten des Controllers an sich betrifft, fragt sich die CDU, ob mit dieser Aufgabe nicht ein Mitarbeiter aus dem Rathaus hätte betraut werden können, nachdem er dafür "fit" gemacht wurde. Sofort eine neue Stelle auszuschreiben, das "wird gleich richtig ins Kontor schlagen", sagt Altmeppen. Zudem stellt er sich die Frage, warum der Beigeordneten und Kämmerin Simone Kaspar ein weiterer Mitarbeiter zugeordnet wird, nachdem sie im Zuge des Verwaltungsumbaus zwei ihrer Kernbereiche abgab, um sie zu entlasten und ihr Freiräume dafür zu schaffen, sich auf das wichtige Feld der Finanzen zu konzentrieren. So hatte Bürgermeister Haarmann den Schritt damals begründet.

Das Ansinnen, ein Controlling im Rathaus einzuführen, hält die CDU grundsätzlich für gut, wie Altmeppen sagt. In Unternehmen ab einer gewissen Größe - und die habe die Voerder Verwaltung - werde dies so gehandhabt, das könne von Vorteil sein. Altmeppen vertraut auf die Einschätzung des Bürgermeisters: Der sei ein "ausgewiesener Verwaltungsfachmann". Und die CDU wolle ja "neue Wege beschreiten". So erhoffen sich die Christdemokraten durch ein Controlling auch Erkenntnisse dazu, wie sich die Personalkosten innerhalb der Verwaltung reduzieren lassen - wobei sie für die Einsparungen als Zielmarke nach wie vor zehn Prozent im Auge haben. Dabei betont Bernd Altmeppen energisch, die CDU wolle nicht zehn Prozent der Mitarbeiter im Rathaus entlassen. "Wir wollen niemanden entlassen." Die CDU will, wie Altmeppen erläutert, Standards, Serviceleistungen in den Fokus nehmen - mit der Frage, ob sie an den Kreis übertragen oder ganz aufgegeben werden könnten. Ein Stichwort sei da die Interkommunale Zusammenarbeit.

(P.K.)
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