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Dinslaken
CDU weiter für Wohnen auf Trabrennbahn

Dinslaken. Ergebnisse der Gespräche zwischen der Dinslakener Stadtverwaltung und dem Trabrennverein über die Zukunft des Areals am Bärenkamp sollen bis zum Jahresende vorliegen. Von Heinz Schild

In Gesprächen mit dem Trabrennverein sollte die Verwaltung herausfinden, unter welchen Voraussetzungen der Pachtvertrag mit dem Verein über das Trabrennbahngelände am Bärenkamp, das der Stadt Dinslaken gehört, vorzeitig aufgelöst werden kann, damit dort Wohnbebauung entsteht. Die Ergebnisse der Unterredungen sollen bis Ende des Jahres vorliegen, hieß es von Seiten der Verwaltung in der jüngsten Ratssitzung, nachdem CDU-Fraktionsvorsitzender Heinz Wansing nachgefragt hatte, wie denn der Stand der Dinge in dieser Angelegenheit sei. Der Auftrag an die Verwaltung, diese Gespräche zu führen, ging auf einen CDU-Antrag zurück.

In der letzten Ratssitzung hatte der Christdemokrat nochmals auf die Wohnungssituation in Dinslaken hingewiesen und klar gemacht, dass mit dem Areal der Trabrennbahn 200.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stünden, die, würden sie bebaut, dazu beitragen könnten, die Wohnungsnot deutlich zu mildern. "Mindestens ein Viertel, besser noch ein Drittel, der Wohnungen, die dort entstehen könnten, sollten sozialer Wohnungsbau sein", erklärte Wansing gestern im RP-Gespräch.

Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware, Senioren der Altersgruppe 60 plus verlassen mittlerweile Dinslaken, weil barrierefreie Wohnungen fehlen. "Wir brauchen wieder mehr sozialen Wohnungsbau", sagt Heinz Wansing. Damit sich der geförderte Wohnungsbau rechne, müsse es auch attraktive, höherpreisige Wohneinheiten geben. Er plädiert für eine Mischbebauung, keinesfalls dürfe es sich bei den auf der Trabrennbahn möglichen Wohnungen nur um "Schickimicki für Reiche" handeln. Weil es sich bei dem Areal am Bärenkamp um eine besondere Fläche handelt, sollte das Wohnquartier, das dort entsteht, einen hohen Freizeitwert besitzen und eine "Bereicherung für alle Dinslakener darstellen". Wansing geht davon aus, dass es eine Einigung zwischen der Stadt Dinslaken und dem Trabrennverein über eine vorzeitige Auflösung des bestehenden Pachtvertrages geben wird. Eine Rückführung der Flächen sei 2020/2021 realistisch.

Frühzeitig müssen die Kommune sich mit der künftigen Entwicklung des Trabrennareals befassen und in die Planung einsteigen. "Die Wohnbau Dinslaken sollte unser erster Partner sein, wenn es um die künftige Nutzung des Geländes für Wohnbebauung geht", sagt Wansing, denn dieses Unternehmen könne die gestellten Anforderungen umsetzen. Bei der Größe des Trabrennbahngeländes würden sicherlich noch weitere Partner benötigt. Dass die Stadt Dinslaken eine Fläche wie das Trabrennbahngelände in bester, zentraler Lage besitzt, bewertete Heinz Wansing "als Glücksfall ohnegleichen". Für die Kommune stellt dies eine Riesenchance dar, sich zu entwickeln und die eigene Attraktivität zu steigern. Die Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum sei wichtig, um im Wettstreit mit anderen Kommunen bestehen zu können. Städte und Gemeinden, die nicht in der Lage sind, die Bedürfnisse de Menschen an das Wohnen zu erfüllen, müssen mit sinkenden Einwohnerzahlen rechnen.

Vom Bürgermeister erwartet Wansing, dass dieser nun zügig über die Ergebnisse der Gespräche mit dem Trabrennverein informiert. Dies Thema habe beim Verwaltungschef bislang nicht oben auf dessen Prioritätenliste gestanden.

Quelle: RP
 
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