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Dinslaken
Deutschlandweit fehlen junge Erstspender

Dinslaken. Auch DRK-Kreisverbandsvorsitzender Dr. Gerritz plädiert für sparsamen Umgang mit Blutprodukten.

Vollkommen Recht habe Professor Dr. Jochen Erhard mit seinem Appell, Bluttransfusionen nur nach strenger ärztlicher Indikation einzusetzen und sparsam mit Blutprodukten umzugehen, stimmt der Zahnmediziner Dr. Kurt Gerritz in seiner Funktion als Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Dinslaken-Voerde-Hünxe zu.

Beim DRK sei das angemahnte, patientenorientierte Blutmanagement (Patient Blood Management) längst angekommen. "Seit rund vier bis fünf Jahren fordern die Kliniken in NRW beim Blutspendedienst West deutlicher weniger Blutpräparate an", so der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes. Grund dafür sei unter anderem ein geändertes Operationsverhalten, aber auch eine insgesamt restriktive Indikationsstellung für die Gabe von Blutprodukten.

Beim Einsatz von Blutkonserven liegen laut Dr. Gerritz die Tumorerkrankungen mit 22,2 Prozent der Gaben vorn, gefolgt von den Stoffwechsel- und Atemwegserkrankungen (22,1 Prozent) und der Herz- und Kreislauferkrankungen (21,5 Prozent). Nur 10,5 Prozent der Transfusionen aber würden bei Unfallpatienten (Verletzungen und Vergiftungen) eingesetzt. Ein deutlich geringerer Anteil also, so der Mediziner. Auf eines möchte der DRK-Vorsitzende jedoch hinweisen: "Auch bei rückläufigem Bedarf gilt, wir brauchen Blutspender. Vor allem fehlt es deutschlandweit an jungen Erstspendern." Spenden dürfen Menschen ab dem 18. Lebensjahr, Erstspender dürfen nicht älter als 68 Jahre sein. Spenden kann man bis zum letzten Tag vor dem 72. Lebensjahr, Männer bis zu sechsmal im Jahr, Frauen bis zu viermal.

(big)
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