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Dinslaken ist für die Gluthitze gerüstet

Hintergrund: Dinslaken ist für die Gluthitze gerüstet
FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)
Dinslaken. Krankenhäuser können noch Hitzeopfer stationär aufnehmen, Rettungsdienste sind bereit für ihren Einsatz. Von Heinz Schild

DINSLAKEN Das wird ein heißes Wochenende. Die Wetterdienste sagen Temperaturen von weit über 30 Grad voraus. Heute soll das Thermometer sogar bis zu 37 Grad anzeigen - damit dürfte dies der bislang wärmste Tag dieses Sommers werden. Die Krankenhäuser und auch die Rettungsdienste sind gerüstet und darauf vorbereitet, dass der ein oder andere Bürger bei dieser Gluthitze schlapp machen und dann ärztliche Hilfe benötigen wird.

"Wir sind vorbereitet, das Wetterhoch wurde ja schon in der vergangenen Woche angekündigt", sagte Dr. Christoph Heller, Geschäftsführer des katholischen Sankt-Vinzenz-Krankenhauses. "Die Getränkespeicher im Haus sind aufgefüllt. In der zentralen Notaufnahme versehen zwei Ärzte, beide sind Internisten, ihren Dienst und kümmern sich dort um Hitzeopfer und andere Notfälle." Bei hochsommerlichen Temperaturen trinken etliche Menschen zu wenig Flüssigkeit und leiden dann an Wassermangel (Dehydration), andere erleiden einen Sonnenstich oder gar einen Hitzschlag. "Das haben wir alles schon gehabt", berichtete Dr. Heller. In der Regel reicht eine ambulante Behandlung der Patienten, in schwereren Fällen werden die Betroffenen stationär im Krankenhaus aufgenommen. "Wir haben noch Kapazitäten frei, um Hitzeopfer im Vinzenz unterzubringen", so Heller. Auf den Stationen achtet das Pflegepersonal besonders darauf, dass die Patienten ausreichend Wasser trinken. Die Mitarbeiter drehen so manche Extrarunde und halten die Patienten dazu an, genügend Flüssigkeit aufzunehmen. Dr. Heller rät allen Bürgern, bei der Hitzewelle nicht mittags zu joggen oder im schwere Arbeiten im Freien zu erledigen. Man sollte eine Kopfbedeckung, möglichst leichte und weite Kleidung tragen und sich viel im Schatten aufhalten. Ein feuchter Lappen im Nacken wirke erfrischend.

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Gewappnet ist man auch im Evangelischen Krankenhaus Dinslaken, wie dessen Pressesprecherin Gabriele Beyer auf Nachfrage berichtete. Mineralwasser steht genügend bereit. Die Patienten werden angehalten, zum Hitzeausgleich möglichst mehrmals unter die Dusche zu gehen. Bettlägrige werden mit kühlenden Wadenwickeln versorgt. "Der Dienstbetrieb läuft normal weiter - wir haben ja noch keine Wetterkatastrophe", sagte Gabriele Beyer.

Bei den Rettungsdiensten geht man zwar geht von einer erhöhten Einsatzzahl an diesem Wochenende aus, doch ist man gewiss, dies zu bewältigen. Eine Aufstockung des Rettungsdienst-Personals wurde vom Kreis Wesel, der für die Planung zuständig ist, nicht vorgesehen, wie Kreis-Pressesprecher Gerhard Patzelt erklärte.

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Zwei Rettungstransportwagen samt Besatzung sowie ein Notarztwagen mit Personal sind heute und morgen bei der Stadt Dinslaken im Einsatz, hinzu kommen noch die Rettungsdienste vom DRK und der Johanniter-Unfallhilfe. Sollte dennoch der Fall eintreten, dass das vorhandene Rettungspersonal tatsächlich einmal nicht ausreicht, so kann auf umliegende Feuerwehren und deren Kräfte zurückgegriffen werden, Diese werden dann dorthin abkommandiert, wo sie benötigt werden, berichtete Thomas Pieperhoff, Pressesprecher der Stadt Dinslaken.

Quelle: RP
 
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