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Dinslaken
Dinslaken will nachhaltige Kommune werden

Dinslaken. In Workshops werden nun die Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken der Stadt ausgelotet.

Nachdem sich der Stadtrat im vergangenen Jahr einstimmig zur Umsetzung der 17 Welt-Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bekannt hat, ist Dinslaken nun eine von 15 Städten und Gemeinden, die sich auf den Weg machen, den Titel "Global Nachhaltige Kommune in NRW" zu erwerben.

Bei diesem Pilotprojekt geht es darum, alle örtlichen Aktivitäten und Arbeitsansätze zum Thema Nachhaltigkeit zu erfassen, zu bewerten und schließlich in einer kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie zusammen zu fassen. Unterstützt werden die 15 Modellstädte dabei von der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW (LAG) , der Servicestelle für Kommunen in der Einen Welt und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Die Idee zur Beteiligung an dem Modellprojekt kam aus dem städtischen Agendarat, stieß aber bei Politik und Verwaltung auch sofort auf offene Ohren. Bürgermeister Michael Heidinger hat dabei die Marschrichtung vorgegeben: "Für Dinslaken geht es darum, Nachhaltigkeit zum Markenkern der Stadt zu machen. Das Thema muss raus aus der Öko-Nische und hinein in das städtische Leitbild." Und so trafen sich rund 25 Aktive aus der Lokalen Agenda 21 Dinslaken, aus Politik, Verwaltung und weiteren gesellschaftlichen Gruppen zu einer ersten Arbeitssitzung im Rathaus. Die Verwaltung lieferte im Vorfeld erste Informationen, die von der LAG Agenda 21 NRW mit weiteren Zahlen und Statistiken unterfüttert und extern bewertet wurde. Die ersten Ergebnisse dieser Recherchen präsentierten Rebekka Schäfer und Martin Schön-Chanishvili, die die Veranstaltung auch moderierten. Der Blick von außen sollte dabei helfen, einen Vergleich zu den anderen teilnehmenden Städten zu ziehen und Themen zu benennen, die vor Ort möglicherweise als allzu selbstverständlich angesehen werden. Thomas Pieperhoff und Lucie-Maria Rodemann ergänzten diese Analyse mit einer umfassenden Übersicht über all das, was Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft bereits jetzt zur nachhaltigen Entwicklung Dinslakens unternehmen.

In vier weiteren Workshops soll nun mit Hilfe der Erfahrungen und Blickwinkel aller Beteiligten ein möglichst stimmiges Bild über die Stärken und Schwächen, die Chancen und Risiken für die nachhaltige Entwicklung der Stadt erstellt werden. Am Ende werden ein Bericht und ein Katalog mit gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen stehen. Beides soll dann im Herbst 2017 dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Quelle: RP
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