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Voerde
Ein Schulhof voller Heimatsteine

Voerde. Kinder der Otto-Willmann-Grundschule trafen sich zu einer Verschönerungsaktion: Bürgermeister Dirk Haarmann half mit.

Steine gibt es viele im Innenhof der Otto-Willmann-Schule. Und bis vor einigen Wochen gab es dort auch noch jede Menge Büsche. Richtig zugewachsen sei er gewesen, berichtet Petra Zerbe vom Kinderschutzbund Dinslaken-Voerde. Der Hof hat sich verändert, die Büsche und Sträucher wurden beseitigt. Jetzt gibt es dort einige Beete und ein Büdchen. Im Rahmen der Offenen Ganztagsbetreuung wurde das Projekt "Ideenhof - Integration von Kindern durch Kinder" umgesetzt. Hilfreich ist dabei eine Spende der Stiftung der Gelsenwasser AG über 2000 Euro.

Die Mädchen und Jungen sowie die Betreuer des Kinderschutzbundes haben den Innenhof aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Und eine schöne Verwendung für die Steine gefunden. Am Montag haben die Schüler die ersten Steine mit Pinsel und Farbe in kleine bunte Heimatsteine verwandelt. Nach ihren eigenen Vorstellungen haben sie die Steine gestaltet: mit bunten Formen, mit Landesfahnen oder mit einem Tannenbaum.

Bürgermeister Dirk Haarmann, der die Aktion besuchte, ließ sich nicht lange bitten, suchte sich einen Stein aus, und verschönerte ihn mit einem roten Herz. Noch ein bisschen Glitzer drauf, fertig war sein Heimatstein, der gemeinsam mit den anderen im Innenhof verteilt wird.

Sie sollen auch den Kindern, die mit ihren Eltern ihre Heimat verlassen haben, helfen, so Zerbe. In den Klassen bekommen die Kinder natürlich mit, dass zurzeit viele Menschen nach Deutschland flüchten. Wenn montags ein Kind im Unterricht ist, dass kein Deutsch spricht, keine Unterrichtssachen hat, berichtet Zerbe. In solchen Fällen übernehmen die anderen Grundschüler Patenschaften. Zerbe hat auch festgestellt, dass diese Kinder ganz schnell die deutsche Sprache lernen.

(mt)
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