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Voerde
Förderverein feiert 20 Jahre Bürgerhaus

Voerde: Förderverein feiert 20 Jahre Bürgerhaus
Karl ist Ehrenvorsitzender des Fördervereins Bürgerhaus Friedrichsfeld. RP-Archivfoto: Martin Büttner FOTO: Göllmann
Voerde. 1995 wurde das Gebäude in Friedrichsfeld seiner Bestimmung übergeben. Besondere Ehrung für Vereinsgründer Karl Göllmann.

Das Bürgerhaus an der Poststraße ist seit 20 Jahren ein prägender Punkt in der Ortsmitte von Friedrichsfeld. Im Juli 1995 hatte der zwei Jahre zuvor gegründete Förderverein das Gebäude der Öffentlichkeit vorgestellt und seiner Bestimmung übergeben. Die Besonderheit des Baus in roter Klinkerfassade ist, dass dieser ein Kapitel Ortsgeschichte widerspiegelt. Das Bürgerhaus ist der Nachbau einer alten Wohnbaracke des ehemaligen Militärlagers Friedrichsfeld.

Nach einem halben Jahr Planung entstand es in nur 14 Monaten Bauzeit und gehört seit der Fertigstellung mit einer zeitgemäßen Nutzung zum Ortsbild. Den 20. Jahrestag der Einweihung feiert der Förderverein "Bürgerhaus Friedrichsfeld" am Sonntag, 9. August, mit einem Tag der offenen Tür. Ihr Kommen zugesagt haben unter anderem Bürgermeister Dirk Haarmann sowie Dr. Veit Veltzke und Helmut Langhoff vom Preußen-Museum in Wesel, zu dem der Förderverein einen engen Kontakt pflegt, wie die Vorsitzende Sabine Krüger erklärt. Ihr Mann Karl Göllmann, Vereinsgründer und Erforscher der Friedrichsfelder Ortsgeschichte, möchte einen kurzen Abriss über die Historie des Bürgerhauses geben.

Vorbild für das Gebäude, für das am 30. April 1994 der erste Spatenstich erfolgte, sei der kleinste Barackentyp aus dem Soldatenlager Friedrichsfeld gewesen - eine ehemalige Leutnantsbaracke, die in der Soldatenzeit von 1870 bis 1919 als Manöverunterkunft für unverheiratete junge Offiziere gedient habe, heißt es seitens des Fördervereins. Der detailgetreue Nachbau gestaltete sich schwierig, weil man nur auf einen Originalgrundriss sowie einige Abbildungen und Fotos zurückgreifen konnte.

Heute ist der Förderverein stolz darauf, dass das Haus in der Bauart, der Raumaufteilung, den Maßen sowie vor allem der äußeren Gestaltung "weitgehend dem Original entspricht und damit den Friedrichsfelder Ortskern mit einer historischen Hausansicht bereichert". Dahinter stand ein enormer, nicht nur finanzieller Kraftakt: Der Bau sei nur mit großzügiger finanzieller und fachlicher Hilfe von Freunden und Förderern sowie unter großem persönlichen Einsatz der Fördervereinsmitglieder möglich geworden. Das Startkapital bildeten damals zirka 20 000 Mark, die bei einer Spendenaktion anlässlich des 70. Geburtstages eines Gründungsmitglieds zusammen gekommen waren. Die gesamten Bau- und Einrichtungskosten konnten durch weitere Geld- und Sachspenden, erhebliche eigene Arbeitsleistungen sowie Mitgliedsbeiträge finanziert werden. Das Bürgerhaus steht seit seiner Fertigstellung für öffentliche und in eingeschränktem Maße auch private Nutzungen zur Verfügung. Es werden dort Bilder und Erinnerungsstücke aus dem historischen Friedrichsfeld gezeigt.

(P.K.)
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