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Dinslaken
Geschäftsleute machen sich Sorgen

Dinslaken. Weniger Parkraum, keine direkte Zufahrt - das würde nicht nur Bahnfahrer in Dinslaken ärgern. Auf der Ostseite des Vorplatzes liegen beispielsweise ein Restaurant und eine Apotheke. Mit Sorgen blickt man hier auf die Pläne der Stadt.

"Das ist geschäftsschädigend", fasst Karola Norden zusammen, welche Folgen das Bauvorhaben hätte. "Leute, die auf einen Stock, auf Gehilfen angewiesen sind, können jetzt direkt vor die Tür fahren. Sie meiden wegen der Parkplatzsituation bewusst die Innenstadt und kommen hierher", sagt die Mitarbeiterin der Bahnhof Apotheke. "Hier müssen auch Mütter mit Kinderwagen parken, die oben in die Praxis möchten."

Dass der Platz durch die Umgestaltung attraktiver werden könnte, kommentiert Karola Norden zurückhaltend. "Wenn man sich den Bereich um den Stadtpark anschaut, dieser graue Schotterweg - da liegt die Schönheit eher im Auge des Betrachters. Vielleicht könnte man hier ja die Parkplätze erhalten und den Bahnhofsvorplatz trotzdem schöner gestalten." An der Ecke zur Wilhelm-Lantermann-Straße ist seit 35 Jahren das Restaurant Isolabella beheimatet. Mitinhaberin Annette Liguori rechnet vor: "Wir haben 70 Plätze. Wenn wir voll besetzt sind, brauchen unsere Gäste 20 bis 30 Parkplätze. Wo sollen die hin?" Dieses Problem würde sich im Dezember noch verschärfen, wenn sich auch die Weihnachtsmarktbesucher auf Parkplatzsuche begeben. "Wie soll das denn gehen?", fragt Liguori. Abgesehen von den Stellflächen benötige das Restaurant auch die Zufahrt vor der Tür, wenn Lieferanten kämen oder die Inhaber selbst vormittags Waren ausladen müssten. Und als Eigentümer des Gebäudes denken die Restaurantbetreiber auch an ihre Mieter, die nach einer Umgestaltung noch länger nach Parkplätzen suchen müssten - zumal sie keine Anwohnerparkausweise bekommen und tagsüber die Gebühren zahlen. "Ohne Parkplätze vor der Tür wird es noch schwerer, die Wohnungen zu vermieten.

(za)
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