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Dinslaken
Gewerkschaft will den Acht-Stunden-Tag schützen

Dinslaken. Wesel (RP) Die Gewerkschaft NGG (Nahrung-Genuss-Gaststätten) hat sich gegen eine Aufweichung des Acht-Stunden-Tages ausgesprochen. "Wer häufig länger als acht Stunden arbeitet und auch in der Freizeit für den Chef erreichbar ist, der läuft Gefahr, durch den Job krank zu werden", warnt Hans-Jürgen Hufer. Der Geschäftsführer der NGG Nordrhein sieht zudem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bedroht, sollten die Arbeitszeiten immer weiter gelockert werden. Genau das hatten Arbeitgeberverbände gefordert.

"Für die heimischen Unternehmer gibt es schon heute viele Möglichkeiten, flexible Regelungen zu nutzen", ist Hufer überzeugt. Zum Beispiel am Wochenende: So arbeiten im Kreis Wesel rund 22.000 Menschen regelmäßig an Sonn- und Feiertagen. Das geht aus dem aktuellen Mikrozensus NRW hervor. 13.000 Beschäftigte im Kreis leisten zudem regelmäßig Nachtarbeit.

Besonders im Gastgewerbe und in der Ernährungsindustrie seien solche Arbeitszeiten gang und gäbe, berichtet der Gewerkschafter: "Aus diesen Branchen haben wir im Kreis Wesel aber auch besonders viele Klagen über Stress." Nacht-, Schicht- und Sonntagsarbeit gingen dauerhaft auf die Gesundheit und dürften nicht zum Normalfall werden. Hufer: "Schon jetzt trifft der Burnout im Job immer mehr Menschen. Obergrenzen bei der Arbeitszeit sind ein Garant dafür, dass Arbeitnehmer ihre Gesundheit nicht im Beruf lassen." Nicht umsonst gebe es den Acht-Stunden-Tag. Der solle in der Regel am Stück geleistet werden.

Quelle: RP
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