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Dinslaken
KuKa feiert die Eröffnung der Werkhalle

Dinslaken: KuKa feiert die Eröffnung der Werkhalle
100.000 Euro hat Thomas Grosse allein in Ton, Licht und Technik investiert. FOTO: Martin Büttner
Dinslaken. Der letzte Musikclub Dinslakens investierte rund eine Viertelmillion Euro in den Anbau mit einer zweiten Area. Ab dem 29. Januar wird die KuKa dann Platz für über 1000 Gäste haben. Live-Auftritte von Bands sollen das Konzept ergänzen. Von Hendrik Gaasterland

Im ersten Abschnitt des Durchgangs zur Werkhalle sieht es wie in einem alten Schacht aus. In dem schmalen Durchgang hängen originale Eichenfässer des größten Whiskyherstellers der USA an den Wänden. Das Licht ist gedimmt. Nach einigen Metern ist zunächst ein Thekenbereich erreicht. In der Aufmachung eines Gewölbekellers ist in der Dekoration die Liebe zum Detail erkennbar: Zwei ausgediente Gitarren zieren die Zapfhähne. Lässt der Gast die Theke links von sich liegen, geht es eine kleine Treppe hinunter und er kommt in der Werkhalle an.

Werkhalle, so heißt die neue Area der KuKa. Es dauerte rund fünf Monate länger als geplant, weil sich das Genehmigungsverfahren hingezogen hatte, aber nun kann KuKa-Betreiber Thomas Grosse mit der ersten Party des "Grand Opening Weekends" am 29. Januar die Eröffnung des Anbaus feiern. Der Inhaber des letzten Musikclubs Dinslakens investierte rund eine Viertelmillion Euro in die Vergrößerung der Discothek. Als Musiker legte er dabei großen Wert auf die Akustik der neuen Halle. So ist zum Beispiel das Podium des DJs gerundet, damit die Bässe im Raum besser gebrochen werden. Außerdem ließ Grosse Technik für Ton und Licht im Wert von über 100.000 Euro einbauen.

"Die Halle wurde nicht nur mit einer Discotheken-Anlage ausgestattet, sondern für Live-Auftritte auch mit einem 32-Kanal-Digital-Pult, einer kompletten Bühnenanlage inklusive 7-Wege-Monitor und einer getrennten Lichtanlage. Wenn bald Bands bei uns auftreten, müssen sie eigentlich nur noch ihre Instrumente mitbringen", sagt Grosse. Was er in den vergangenen Monaten mit seinem Team in viel Eigenleistung und in Zusammenarbeit mit örtlichen Handwerksbetrieben auf die Beine stellte, erfüllt ihn sichtlich mit Stolz: "Es sieht nicht schlecht aus, oder?"

Der neue Thekenbereich hat eine Größe von 40 Quadratmetern, die Werkhalle mit einer eigenen Bühne über 200. An ihrer Decke hängt die Lichttechnik an Traversen, die zu einer großen Gitarre geformt wurden. Die aufwendige Stahlkonstruktion wird demnächst mit Effekten besonders auffällig in Szene gesetzt. Für die Raucher gibt es aus der neuen Area einen zweiten Ausgang in den ebenfalls vergrößerten Biergarten, von dem ein Teilstück überdacht wurde.

KuKa-Betreiber Thomas Grosse freut sich auf die Eröffnung.

Zudem können sich die Damen über fünf weitere Toiletten freuen. "Wir haben mit der Werkhalle Platz für über 1000 Gäste in der KuKa. Ich erwarte aber jetzt nicht, dass sie nun auch aus anderen Städten zu uns kommen. Das war nicht die Absicht des Anbaus. Ich wäre schon zufrieden, wenn freitags und samstags nicht immer 300 Leute draußen in der Schlange warten müssten, weil es drinnen zu voll ist. Das ist momentan leider an jedem Wochenende der Fall."

Ein Investitionsende plant Grosse nach der Fertigstellung des Anbaus aber längst nicht. In der alten Halle, die sich nun Kulturkantine nennt, werden im Laufe des Jahres die Lüftung und die Tonanlage aufgerüstet. Trotz der finanziellen Anstrengungen bleiben die Getränkepreise stabil, auch beim Eintritt ändert sich nichts. Ein Euro jedes Besuchers wird auch in Zukunft an einen guten Zweck gehen, wodurch in den vergangenen zwei Jahren über 90.000 Euro durch die KuKa gespendet wurden. Nur an dem Konzept wird gefeilt. "Es sollen bald nicht nur Bands auftreten. Wir wollen auch versuchen, dass für jeden Geschmack und jedes Alter immer etwas dabei ist. Wenn in der Werkhalle eher etwas für das jüngere Publikum stattfindet, dann soll in der Kulturkantine eine Party die Älteren ansprechen", erklärt Grosse, der für den vierten Samstag im April ein Event für ältere Semester verkünden kann: Dann steigt in der gesamten KuKa die "Glaspalast-Revival-Party".

Quelle: RP
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