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Voerde
Martin Berendes - seit zehn Jahre Diakon

Voerde. Der Seelsorger mit Zivilberuf wurde im Blickpunkt-Gottesdienst für sein langjähriges Engagement geehrt.

Ein kleines Jubiläum kann dieser Tage Martin Berendes feiern. Seit nunmehr zehn Jahren ist er als Diakon in der Kirchengemeinde Sankt Peter und Paul aktiv. Im Rahmen des Blickpunkt-Gottesdienstes wurde er jetzt dafür ausgezeichnet. Am Ende des Gottesdienstes übergab Heinz van de Velden, Sprecher des Gemeindeausschusses, Martin Berendes ein Präsent der Gemeinde.

Als ständiger Diakon mit Zivilberuf wurde Martin Berendes am 19. November 2005 geweiht. Getreu dem Wahlspruch "Gott ruft nicht die Qualifizierten, sondern Gott qualifiziert die Gerufenen" hat er ein breites Aufgabenfeld in der Gemeinde, insbesondere in der Ortsgemeinde Sankt Elisabeth. So engagiert er sich stark im ökumenischen Projekt "Der gedeckte Tisch" sowie aktuell in der Flüchtlingshilfe Voerde. Auch durch die Gestaltung von Tauffeiern bereichert er das Gemeindeleben.

Ein besonderer Dank galt seiner Ehefrau Hannah Berendes. Denn ohne Unterstützung von Seiten der Familie wäre der "Dienst am Menschen" als Diakon neben dem Beruf nur schwer denkbar, so Martin Berendes.

Der erste Blickpunkt-Gottesdienst fand in der Sankt-Elisabethkirche in Friedrichsfeld statt. Inspiriert von der "aLIVE"-Gruppe trafen sich seit Monaten etwa zehn Erwachsene der Gemeinde Sankt Peter und Paul, um den Gottesdienst zum ersten Advent vorzubereiten. Das Thema lautete "Ängste".

Dass dies viele Personen betrifft, merkten die Veranstalter des Gottesdienstes an der Resonanz. Denn die Kirche war gut gefüllt, mit erwartungsvollen Menschen. Der ungewöhnliche Anfang des Gottesdienstes zeigte schon die vielen Facetten von Angst. In der stimmungsvoll gestalteten Kirche hörten die Besucher starkes Herzklopfen aus den Lautsprechern. Gleichzeitig wurden verschiedene Schlagworte, wie Angst um die Eltern, Angst vor Arbeitslosigkeit und Krankheit an die Kirchenwand projiziert.

Diakon Martin Berendes griff diese Ängste in seiner Predigt auf. "Sorgen und Ängste gehören zu unserem Leben dazu, sie dürfen sein. Jedoch können Christen diese Ängste und Sorgen an Gott abgeben. Sie können auf Gott vertrauen und finden so in der Unruhe Ruhe. Die Dunkelheit, Ängste und Zwänge haben keine Macht mehr, weil Gottes Licht wie die Sonne über das Leben der Christen aufgeht."

Am Ende seiner Predigt forderte Martin Berendes alle Gottesdienstbesucher auf, ihre Sorgen an Gott abzugeben. Hierzu war im Mittelgang der Kirche eine etwa 20 Meter lange Leuchtrinne gestaltet, in der zweihundert mit etwas Wasser gefüllte Becher ihren Platz fanden. Dieses Wasser symbolisierte die Sorgen und Ängste der Menschen. Die Besucher nahmen einen Becher aus der Rinne und brachten das Wasser - ihre Sorgen - zum Altar, wo es in einer großen Schale gesammelt wurde. Auf dem Rückweg erhielten sie eine Kerze der Hoffnung. Diese wurde dann in die immer heller leuchtende Lichtrinne gestellt. Zur Freude der Vorbereitungsgruppe standen mindestens 90 Prozent der Gottesdienstbesucher auf und machten von dem Angebot Gebrauch.

Im Anschluss an diesen besinnlichen und stimmungsvollen Gottesdienst blieben viele der Besucher bei einem Kaffee oder Tee noch da und plauderten. Über große oder kleine Sorgen, über Gott und die Welt.

Quelle: RP
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