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Dinslaken
Pflegekolonne für "abgewirtschaftete" Grünflächen

Dinslaken. Vier Mitarbeiter starten am 1. März beim DIN-Service. Stadt rechnet mit Kosen von insgesamt knapp 310.000 Euro.

Der Bergpark in Lohberg ist nicht nur ein schöner Naherholungsort, er stellt auch in der Bilanz der Stadt einen gewissen Wert dar. Wie auch die anderen Grünanlagen. Doch deren Pflege und somit die Werterhaltung hat in den vergangenen Jahren gelitten. Vor einem Jahr präsentierte die Verwaltung die Idee für eine neue Pflegekolonne im Betriebsausschuss. Am 1. März nehmen nun vier neue Mitarbeiter des Din-Service ihre Arbeit auf. Zunächst auf zwei Jahre befristet.

Ihr Aufgabe ist es anhand einer Prioritätenliste "abgewirtschaftete Flächen" aufzuarbeiten. Für die Lohnkosten veranschlagt die Verwaltung Ausgaben in Höhe von 234.000 Euro und Investitionskosten für ein Fahrzeug, Maschinen und Geräte in Höhe von 75 000 Euro. Über die Fahrzeuganschaffung berät der Betriebsausschuss am morgigen Donnerstag.

Die Verwaltung hatte die Einrichtung einer zusätzlichen Kolonne im Zusammenhang mit der Diskussion über die Stellenbemessung für die Grünflächenpflege vorgeschlagen. Dabei hieß es, dass neben der Gewährleistung der Verkehrsicherungspflichten auch die Werterhaltung des bilanziellen Grünanlagevermögens gesichert werden müsse. Allerdings sei letzteres aufgrund des Stellenplans nicht möglich. In der Eröffnungsbilanz von 2009 schlug dieses Vermögen mit 19 Millionen Euro zu Buche. Bei zwei Millionen Euro pro Jahr an Abschreibungen werde der Werteverzehr durch eine unterlassene Pflege deutlich. Noch nicht umgesetzt ist eine weitere vor einem Jahr präsentierte Idee: Durch eine Kooperation mit der Albert-Schweitzer-Einrichtung sollten für Pflegearbeiten auf dem Parkfriedhof betriebsintegrierte Arbeitsplätze eingerichtet werden. Zwei Werkstattbeschäftigte der Albert-Schweitzer-Einrichtung aus dem Bereich Gartenbau sollen zusammen mit dem städtischen Personal des Fachdienstes Grünflächen gärtnerische Tätigkeiten ausüben. Hier hat nach Auskunft der städtischen Pressestelle der Personalrat noch Bedenken.

Da es sich um Menschen mit einer Behinderung handele, hätten sie einen erhöhten Betreuungsbedarf. Auch werde kritisch gesehen, dass hin und wieder auf dem Friedhof Gruben ausgehoben und schwere Gerätschaften eingesetzt würden. Anfang März gebe es ein Gespräch mit dem Personalrat, um die Bedenken auszuräumen.

"Ich hoffe, dass wir dann klarer sehen", so Pressesprecher Horst Dickhäuser. Bevor dann die Idee umgesetzt werden könne, ist noch ein Ratsbeschluss nötig, fügte er hinzu. Der könnte frühestens im Juni gefasst werden.

(mt)
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