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Dinslaken
Probiertage der Verbraucherzentrale

Dinslaken. Gemeinsame Aktion der Dinslakener Beratungsstelle und des Berufskollegs.

Die deutschen Verbraucher lieben Bananen. Sie sind nach Äpfeln das meist gegessene Obst in Deutschland. Zur Aktionswoche rund um den Fairen Handel macht die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr am Beispiel der Südfrucht deutlich, warum faire Früchte die besseren sind. Am Montag, 26. September, um 10 Uhr wird Bürgermeister Dr. Michael Heidinger die gemeinsame Aktion der Verbraucherzentrale NRW zusammen mit dem Berufskolleg Dinslaken (Fairtrade Schule) starten. An diesem Tag sowie am Donnerstag, 29. September, verteilen die Schülerinnen und Schüler selbst hergestellte Produkte aus fair gehandelten Bananen als schmackhafte Kostproben an die Dinslakener Bürgerinnen und Bürger.

Obwohl Bananen eine Reise um die halbe Welt hinter sich haben, sind sie im Supermarkt preiswerter als Äpfel zu bekommen. "Den Preis für das günstige Obst zahlen andere, nämlich die Beschäftigten auf den Bananenplantagen im Süden", sagt Ulrike Grabowski, Leiterin der Dinslakener Verbraucherberatungsstelle an der Duisburger Straße. Die Arbeitsbedingungen seien oft dramatisch schlecht: Arbeitszeiten bis zu 15 Stunden im Akkord seien üblich. Oft arbeiteten die Menschen ohne Arbeitsvertrag und hätt en deshalb keinen Zugang zu Gesundheits- und Sozialversicherungen. Dazu kämen gesundheitsschädliche Pestizide, die auch von Flugzeugen über den Feldern versprüht würden, noch während die Beschäftigten dort arbeiteten. Damit die krummen Geschäfte mit Bananen aufhören, können Verbraucher den fairen Handel unterstützen.

Was das bringt und woran man faire Früchte erkennt, erklärt die Verbraucherzentrale. Wofür fair steht: Bananen aus fairem Handel stehen für Anbaubedingungen, bei denen Mensch und Umwelt nicht ausgebeutet werden. Die Bananenbauern erhalten für ihre Ernte einen garantierten Mindestpreis sowie eine Prämie für Gemeinschaftsprojekte. Beschäftigte auf Plantagen erhalten existenzsichernde Löhne.

Rund zehn Prozent der in Deutschland verkauften Bananen sind fair gehandelt. Auch Discounter und Supermärkte bieten inzwischen faire Bananen an. Zu erkennen sind diese am blau-grünen Fairtrade-Siegel. Es gibt weitere Siegel, die für gewisse Sozial- und Umweltstandards stehen. Was sie bedeuten, erklärt die Verbraucherzentrale bei ihrer Probieraktion, die am Montag, 26. September, startet.

Quelle: RP
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