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Dinslaken
Schließung des Freibades befürchtet

Dinslaken. Hiesfelder Verein will Erhöhung der Eintrittspreise nicht einfach hinnehmen.

Kommenden Montag will Dinbad, die Bäder GmbH, vorstellen, welche Pläne es für das Freibad Hiesfeld gibt. Das werden die Mitglieder des Vereins Freibad Hiesfeld interessiert aufnehmen, denn, das wurde bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Mittwochabend deutlich: Nicht wenige Vereinsmitglieder befürchten, dass man das Schwimmbad schließen möchte. Diese Sorge haben viele Vereinsmitglieder, nachdem vor einigen Wochen die neuen Eintrittspreise bekannt wurden. Ihre Rechnung lautet: Höhere Eintrittspreise führen dazu, dass weniger Badegäste kommen, und somit ein Argument vorhanden ist, das Bad zu schließen.

Vereinsvorsitzende Iris Obecny berichtete von Gesprächen, die sie mit Vertretern der Bäder GmbH, eine Tochter der Stadtwerke, und der Stadt geführt habe. Dass die Eintrittspreise nach unten korrigiert werden, davon kann wohl niemand ausgehen. Damit abfinden wollen sich die Mitglieder aber nicht.

Und so starten sie neue Versuche, etwas zu bewegen. In den nächsten Tagen beginnt eine Unterschriftensammlung, dann sucht der Vorstand das Gespräch mit Bürgermeister Dr. Michael Heidinger.

Kritisiert wurde auch das Verfahren, mit dem Dinbad, die das Schwimmbad seit 2012 führt, zum Pächter gemacht wurde. In der Ratssitzung am 15. Dezember 2015 wurde es beschlossen. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung. Ist so, weil es um Vertragsangelegenheit ging.

Aber davor sei man nicht informiert worden, auch nicht, dass mit dem neuen Pächter die Eintrittspreise verändern werden, lautet die Kritik der Vereinsmitglieder. Bemängelt wurde, dass niemand von der Stadt, von der Bäder GmbH oder von den Lokalpolitikern vor Ort war. Obwohl einige Ratsmitglieder auch dem Freibadverein angehören. Sie hätten im Dezember den Wechsel nur abgenickt, weil sie dankbar waren, dass die Stadtwerke das Hiesfelder Bad übernehmen wollten.

Wie auf Anfrage bei der Stadt zu erfahren war, gilt der Pachtvertrag jeweils für ein Jahr. Er verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn keiner der beiden Vertragspartner ihn kündigt. Die Kosten für die Instandhaltung und Wartung übernimmt die Stadt bis maximal 20.000 Euro pro Jahr. Es gibt eine Vereinbarung, dass sich die Vertragspartner unterhalten, wenn die Instandhaltunskosten die Grenze von 40.000 Euro pro Jahr überschreiten. Die Kosten für die Pflege des Rasens und des Außengeländes bleibt bei der Stadt.

Der Unmut der Badegäste über die neuen Preise ist für die Stadt ein Anlass, nochmals mit der Dinbad zu sprechen.

(mt)
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