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Dinslaken
Varieté mit 1000 Jugendlichen

Dinslaken. "Varieté de la vie" nennt sich ein Gemeinschaftsprojekt der Städte Dinslaken, Essen, Duisburg, Mülheim, Oberhausen, Bottrop und deren Partnerkommunen. Höhepunkt ist ein großes Jugendkulturfestival am 30. Juli. Von Ralf Schreiner

Leben ist Tanz und Musik, Ausgelassenheit und pure Freude – Leben ist Varieté: Mit dem Kooperationsprojekt "Varieté de la Vie" will die Stadt Dinslaken gemeinsam mit Essen, Duisburg, Bottrop, Mülheim und Oberhausen den Grundstein für eine dauerhafte Vernetzung ihrer internationalen Jugendkulturarbeit legen. Ziel ist es, Projekte die bislang auf kommunaler Ebene leise vor sich hin köchelten, künftig grenzüberschreitend auf breiter Basis zu entwickeln und durchzuführen.

25 Partnerstädte aus 16 Ländern

Darauf vorbereiten sollen kulturelle Ferienangebote, die sich an Jugendliche und junge Erwachsene aus den sechs Ruhrgebietskommunen sowie aus deren 25 Partnerstädten in Europa, Israel und der Türkei richten. Sinn und Zweck des Ganzen ist es, die Begegnung und künstlerische Kooperation im Kulturhauptstadtjahr 2010 zu fördern und einen Beitrag zur europäischen Identität der künftigen Metropole Ruhr leisten. Höhepunkt und Abschluss von "Varieté de la Vie" ist ein Jugendfestival am 31. Juli im Ringlokschuppen Mülheim. Rund 1000 Jugendliche aus 16 europäischen Staaten werden dabei mitwirken.

Dinslaken beteiligt sich mit einem Tanz-Performance-Workshop und einer Woche der Straßenmusik. Vom 25. bis 2. August werden Jugendliche in der Heidebrinkschule in Oberlohberg mit Tanzlehrer Marc Oliver Höh Choreographien und Tanztheaterszenen erarbeiten. Trainiert wird täglich sechs Stunden lang. Erfahrung, Fitness und Stiloffenheit sind Voraussetzung. Untergebracht werden die Teilnehmer auf dem Jugendzeltplatz der Heidebrinkschule (Mehrbettzimmer und Campingmöglichkeit). Das zweite Projekt ist vom 22. bis 30. August eine Woche der Straßenmusik in der Heidebrinkschule. Gastgeber ist die Dinslakener Folkband "Pont neuf". Unter der Leitung von Thomas Baumann haben Straßenmusiker aus ganz Europa Gelegenheit, sich auszutauschen, miteinander zu musizieren und gemeinsame Auftritte vorzubereiten. Eine Bühne wird auf jeden Fall die Dinslakener Innenstadt sein. Im Rahmen der DIN-Tagen gibt es international etwas auf die Ohren. "Selbstverständlich unplugged", sagt Baumann. "Jeder, der mitspielt, muss ohne elektrischen Strom auskommen." Weitere Auftrittsmöglichkeiten könnten sich in den beteiligten Partnerstädten erben. Das Walsumer Brauhaus wäre geeignet, der Revierpark gäbe eine schöne Kulisse ab und der Biergarten der Egerheide auch. "Mal sehen, wie viele sich anmelden" sagt Baumann. Mindestens zwölf Musiker sollten es schon sein. Die Obergrenze von 40 Teilnehmern sollte nicht überschritten werden.

So wie Jugendliche und junge Erwachsene aller "Varieté-de-la-Vie"-Städte in Dinslaken mitmachen können, stehen jungen Menschen aus Dinslaken (das Mindestalter beträgt 16 Jahre) Projekte in den Partnerkommunen offen. In Mülheim ist dies ein Performanceprojekt zu einem Stück von Bertolt Brecht, in Essen eine Varieté-Show, in Oberhausen die "Multi" (ein Kreativ- und Sportprogramm mit 30 Projekten).

Quelle: RP
 
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