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Postskriptum Die Woche in unserer Stadt
Das Wahlrecht als Geschenk begreifen

Postskriptum Die Woche in unserer Stadt: Das Wahlrecht als Geschenk begreifen
GökÇen StenZel
Haan. Die Hälfte der Wahlberechtigten hat im ersten Durchgang gewählt. Nun hängen teils neue Plakate. Ob sie dabei helfen, die Beteiligung zumindest zu halten?

Die einen sagen so, die anderen sagen so: Die einen finden, Haan stehe mit der Wahlbeteiligung über 50 Prozent gut da. Stimmt, im Vergleich zu den anderen Städten ringsum. Die kamen kaum über die 32 Prozent hinweg. Die anderen sagen, es sei eine Schande, dass nur jeder Zweite zur Wahl gegangen sei. Stimmt auch, absolut gesehen.

Wichtig wird aber sein, die Beteiligung bei der Stichwahl mindestens zu halten. Schade eigentlich, dass dieser Satz so oft wiederholt werden muss: Es ist ein Geschenk, zur Wahl gehen zu dürfen. Anderswo sterben Menschen für dieses Recht. Auch wer keinem von beiden Kandidaten seine Stimme geben will, muss hingehen und seine Zettel für ungültig erklären.

Viele orakeln bereits, es würden noch mehr zur Stichwahl gehen, weil sie ohnehin unterwegs seien: bei der Kirmes nämlich. Eine Runde Wilde Maus und eine Runde Wahllokal quasi. Bettina Warnecke gegen Knut vom Bovert. Die vergangene Woche hat gezeigt, dass beide glühende Verteidiger sowie ebenso leidenschaftliche Gegner haben. Sie sagen (und schreiben): Warnecke sei jemand, der gut aufbereiten und moderieren könne, jemand, der von der CDU zu Recht als Marke aufgebaut worden sei. Nein, sie habe lediglich hohle Phrasen gedroschen und keine eigene Meinung zu den Haaner Problemen geäußert.

vom Bovert sei der Mann, der mit seiner gerade Art und seinem unermüdlichen Einsatz viel für die Wirtschaft in Haan getan habe. Aber nein, er rede inzwischen wirr und es sei mehr als bedauerlich, dass er es in die Stichwahl geschafft habe - ein ganz neuer Anfang müsse her.

Die einen sagen so, die anderen sagen so. Wie immer.

goekcen.stenzel@rheinische-post.de

Quelle: RP
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