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Pläne für Einkaufszentrum geplatzt
Investor erklärt Aus für das Windhövel-Center in Haan

Investor verkündet Aus für das Windhövel-Center in Haan
So hätte das geplante Geschäftshaus am Windhövel aussehen können. Das ist eine von mehreren aktuellen Skizzen, die der Investor ITG für den Bereich erarbeitet hat. FOTO: ITG Immobilien-Treuhand-GmbH
Haan. Die Bürgermeisterin der Stadt Haan, Bettina Warnecke, hat am Montagabend überraschend das Aus für das geplante Windhövel-Center verkündet. Damit erhalten die Pläne für ein innenstadtnahes Einkaufszentrum erneut einen massiven Dämpfer.

Wie die Bürgermeisterin in einer Presseerklärung ausführt, habe Horst Jütte in einem persönlichen Gespräch erklärt, dass der Investor ITG an der Realisierung des Projektes "Geschäftshaus Windhövel" nicht mehr interessiert sei. Ausschlaggebend seien wirtschaftliche Gründe, die die Geschäftsleitung bewogen hätten, das Projekt nicht weiter zu verfolgen.

Die ITG - kurz für Immobilien-Treuhand-GmbH & Co. Vermögensverwaltungs-KG - ist Eigentümerin von Grundstücksflächen im Gebiet Windhövel und plant seit über 13 Jahren, zwischen der Straße Windhövel und dem Neuen Markt das Geschäftshaus Windhövel auf einer Gesamtverkaufsfläche von zuletzt zirka 4500 Quadratmetern zu realisieren.

"Ich bedauere diese Entscheidung der ITG. Nach wie vor bin ich der Auffassung, dass Haan im Innenstadtbereich einen Vollsortimenter zur Belebung unserer Innenstadt benötigt", schreibt Warnecke in ihrer Stellungnahme.

Die Verwaltung werde für den kommenden Stadtentwicklungsausschuss am 23. November eine Vorlage erarbeiten. Ihr zufolge soll sich die Stadt für Teilbereiche des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 143 ein Vorkaufsrecht sichern.

"Rat und Verwaltung werden gemeinsam über die weiteren Schritte beraten", so Warnecke.

In einer ersten Stellungnahme sieht Meike Lukat, Fraktionschefin der Wählergemeinschaft Lebenswertes Haan (WLH), in dem Absprung des Investors eine "Chance, endlich neue Wege für Haan zu gehen". Die WLH-Fraktion habe bereits Anfang Juli gegen die erneute Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Investor und damit gegen ein "weiter so" gestimmt, so Lukat.

"Mehrfach drängten wir auf ein neues Denken, so dass auch zum Beispiel bei den Prüfungen zum Rathausneubau der Standort am unteren Neuen Markt mit aufgenommen werden sollte. "Jetzt sollte mit den Bürgern gemeinsam das Areal entwickelt werden. Zudem hoffen wir, dass unser Antrag zur längst überfälligen Sanierung der Schilllerstraße auch von der Mehrheit im Rat unterstützt wird", schreibt Lukat.

 
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