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Haan
Waffenfund: Herkunft weiter unklar

Haan. Mit der Pistole, die vor knapp einem Jahr in der Nähe des Gymnasiums Adlerstraße von einem Hund aufgestöbert worden war, hat der einstige Besitzer offenbar schon geschossen. Das berichtet Polizeisprecher Ulrich Löhe auf Anfrage.

Es handele sich bei dem Fund um eine tschechische, halb-automatische Selbstladewaffe vom Kaliber 7,65. Zum Vergleich: Die Polizei verfügt aktuell über Waffen des Kalibers 9 Millimeter.

Der Fund der Waffe in einem Gebüsch an der Adlerstraße hatte vor einem Jahr große Sorge ausgelöst, war zu der Zeit doch die Dreifachsporthalle des Gymnasiums als Notunterkunft zwischen Oktober 2015 und Februar 2016 unweit vom Fundort durch zeitweise bis zu 150 Flüchtlinge belegt. Ein Zusammenhang zur Flüchtlingsunterkunft lasse sich jedoch nicht herstellen, betont Löhe. Die Waffe war ungepflegt und hatte Anhaftungen von Rost. Der Fundort sehe nicht nach einem Versteck aus. Vielmehr gehe die Polizei davon aus, "dass sie weggeworfen wurde", so Löhe. Sie sollte entsorgt werden.

Kriminaltechnische Untersuchungen haben zwischenzeitlich ergeben, dass mit der Waffe bereits geschossen wurde. Techniker des Landeskriminalamtes gaben daraufhin selbst einige Schüsse zur Probe ab und verglichen das waffentypische Profil der Munition mit derjenigen Munition, die an diversen Tatorten aufgefunden wurde. Ergebnis: "Die Proben konnten keiner Straftat zugeordnet werden." Ein Besitzer der Schusswaffe konnte ebenfalls nicht ermittelt werden. "Wir haben keine Erkenntnisse, wie sie an den Fundort gekommen ist", so Löhe.

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal, die mit dem Fall betraut war, hat die Waffe eingezogen und zwischenzeitlich vernichten lassen.

(arue)
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