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Kamp-Lintfort
Anwohner zeigen Mängel in der City auf

Kamp-Lintfort: Anwohner zeigen Mängel in der City auf
Die Schotterstraße, die parallel zur Fußgängerzone verläuft, empfinden einige Citybewohner als Ärgernis. Die Teilnehmer sahen sich gestern die Situation vor Ort an. FOTO: aka
Kamp-Lintfort. Kamp-Lintforter trafen sich zu einer Quartiersbegehung in ihrem Viertel. Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt wollen sie dazu beitragen, dass Kamp-Lintforts Stadtmitte noch lebenswerter wird. Eingeladen hatte das Quartiersbüro. Von Anja Katzke

Stolperfallen, im Dunkeln nicht beleuchtet, Hundebesitzer, die mit ihren Vierbeinern Gassigehen: Die Schotterstraße, die parallel zur Fußgängerzone Moerser Straße verläuft, ist einigen der Innenstadtbewohner, die gestern Morgen mit den Quartiersentwicklerinnen Tanja Reckers und Eva Dregger in der City unterwegs sind, ein Dorn im Auge. "Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, können hier gar nicht laufen", sagt eine Anwohnerin. Andere ärgern sich über die Hinterlassenschaften der Hunde direkt vor der Garage oder monieren, dass regelmäßig Sperrmüll abgeladen wird.

Tanja Reckers und Eva Dregger haben die Teilnehmer der Zukunftswerkstatt für die Kamp-Lintforter Stadtmitte zu einer Quartiersbegehung eingeladen. Ziel war es, Ärgernisse, Schwächen und Stolpersteine zu ermitteln und den Bewohnern die Möglichkeit zu geben, ihre Meinung kundzutun sowie Vorschläge einzubringen, wie die Stadt es besser machen könnte. Die Zukunftswerkstatt ist eine Initiative des Quartierbüros Mitte, das Caritasverband Moers-Xanten und Stadt ins Leben gerufen hatten - mit dem Ziel nachbarschaftliches Engagement zu fördern. Seit Ende 2015 bekommen die Anwohner dort Informationen und Beratung in allen Lebenslagen und für jedes Alter.

Mit der Zukunftswerkstatt hat das Quartiersbüro im April sein Angebot in Zusammenarbeit mit den Anwohnern ausgeweitet. Die Anwohner wissen schließlich selbst am besten, was gut läuft und was dringend verändert oder neu aufgebaut werden sollte. "Wir treffen uns heute zum dritten Mal", berichtet Tanja Reckers im Gespräch mit dem Grafschafter. Bei den ersten Treffen wurden bereits Punkte angesprochen, die die Anwohner in der Stadtmitte kritisch sehen. "Heute wollen wir uns diese Plätze auf einem Rundgang konkret anschauen", erläutert die Quartiersentwicklerin. Eingeladen ist auch Heinz Dickmann, Leiter des Grünflächenamts, sowie ein Mitarbeiter vom Betriebshof ASK, damit die Anwohner vor Ort erfahren, ob ihre Vorschläge machbar sind oder nicht. Eigentlich hat sich in der Stadtmitte in den vergangenen Jahren viel getan. "Und es ist ja noch viel mehr geplant", sagt eine Anwohnerin, die in der City aufgewachsen ist. "Früher war hier am Rathausplatz nur Wiese bis zur Wilhelmschule", erzählt sie und freut sich darüber, dass das Quartiersbüro die Anwohner einbindet. Sie wünscht sich ein bisschen mehr Gemütlichkeit, Plätze zum Sitzen und Verweilen." Sie fordert aber auch Toiletten am Busbahnhof und mehr Blumenkübel am Straßenrand.

Etwa 20 Anwohner nahmen an der Begehung teil. Sie führte vom Cari-Treff, wo das Quartiersbüro angesiedelt ist, über den Rathausplatz in Richtung Busbahnhof bis zur Fußgängerzone. Auch das Jugendcafé war unterwegs ein Thema. Die beiden Quartiersentwicklerinnen sowie Jeannette Fritz vom städtischen Sozialamt berichteten, dass sich das Jugendcafé unter neuer Leitung stärker einbringen möchte. Auch die Situation auf der rückwärtigen Seite auf der Schotterstraße will man gemeinsam mit Hauseigentümern, Mietern und den Besuchern des Jugendcafés in kleinen Schritten verbessern. Das nächste Treffen der Zukunftswerkstatt am 14. September findet im Jugendcafé an der Moerser Straße statt.

Quelle: RP
 
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