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Kamp-Lintfort
Land lässt Notunterkunft wieder abbauen

Kamp-Lintfort. Die seit Monaten leerstehende zentrale Flüchtlingsunterkunft des Landes Nordrhein-Westfalen in Kamp-Lintfort wird nicht in Betrieb gehen. Sie gehört zu insgesamt 18 Einrichtungen, die zum Ende des Jahres geschlossen werden sollen. Das teilte die Bezirksregierung Düsseldorf gestern mit. Hintergrund ist der Rückgang der Flüchtlingszahlen. Dieser führe dazu, dass auch in NRW weniger Unterkünfte für Geflüchtete gebraucht werden. Derzeit gibt es in Nordrhein-Westfalen 62.000 Plätze in den Flüchtlingsunterkünften des Landes. Im Regierungsbezirk Düsseldorf ist aktuell in den 25 Einrichtungen Platz für 12.690 Menschen. Landesweit soll die Zahl auf 50.000 Plätze reduziert werden. Davon sollen 35.000 aktiv genutzt werden. 10.000 Plätze sollen in Einrichtungen vorgehalten werden, die im Bedarfsfall innerhalb weniger Tage wieder aktiviert und genutzt werden könnten. Zusätzlich würden Flä-chen vorgehalten, um schnell und flexibel weitere 5000 Unterbrin-gungsplätze schaffen zu können.

Wie Christoph Müllmann, Erster Beigeordneter in Kamp-Lintfort, gestern auf RP-Anfrage mitteilte, soll die Zeltstadt bis Ende des Jahres abgebaut werden. Er geht davon aus, dass die Stadt ab Oktober schrittweise wieder zur Aufnahme von Flüchtlingen verpflichtet wird. Die Stadt ist zurzeit mit der RAG im Gespräch, eines der Zechengebäude für die Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen.

(aka)
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