| 00.00 Uhr

Kamp-Lintfort
Mit "JUMP" zur Musikschule

Kamp-Lintfort: Mit "JUMP" zur Musikschule
Fabienne Wilck (9) übt am Infotag der Musikschule in Kamp-Lintfort auf der Posaune. Sie spielt eigentlich Gitarre. FOTO: Christoph Reichwein
Kamp-Lintfort. Musiklehrer informieren über das weiterführende Projekt für Schüler. Von Peter Gottschlich

Fabienne Wilck bläst in eine Posaune. Fünf andere Viertklässler schauen der Neunjährigen zu, wie sie Töne setzt, die an "O Tannenbaum" erinnern. Sie wollen auch das Messinginstrument an ihre Lippen pressen. "Niemals mit einem Blechblasinstrument einem anderen ins Ohr blasen", sagt Musiklehrerin Sabine Nitsch, als die Schülerin der Pappelseeschule die Posaune weiterreicht. "Da kann das Trommelfell platzen." Wie Fabienne Wilck haben am späten Dienstagnachmittag 40 Viertklässler die Möglichkeit wahrgenommen, in Begleitung ihrer Eltern in die Musikschule zu kommen. Die Kinder probieren beim JUMP-Infotag Instrumente aus, beispielsweise Geige, Flöte oder Trompete. Die Eltern lassen sich über das Musikprojekt informieren, das an das Jeki-Projekt der Grundschulen anschließt.

In der zweiten Klasse beginnen sie dort, ein Instrument zu spielen, zum Beispiel Geige oder Gitarre, Flöte oder Cajon. Lehrer der Musikschule geben an den Grundschulen den jungen Musikern Unterricht, für den die Eltern ein geringes Schulgeld zu zahlen haben. "JUMP ist eine Fortsetzung des Jeki -Projektes", sagt Musikschulleiter Martin Begall. "Die Schüler können aber auch kommen, wenn sie vorher nicht bei Jeki dabei waren." Wie bei Jeki erhalten die Kinder die Instrumente kostenlos und können sie mit nach Hause nehmen.

An der Europaschule, der Unescoschule und dem Forstergymnasium haben sie in der fünften Klasse eine Stunde Musik mit den anderen Schülern und eine weitere Stunde mit den JUMP-Musikern. Dazu kommt eine weitere Ensemblestunde. Pro Jahrgang nehmen 50 bis 80 Kinder am JUMP-Projekt teil, bei dem das Schulgeld relativ niedrig ist, da der Kauf der Erstinstrumente über eine Stiftung der Sparkasse Duisburg finanziert wurde. So wachsen sie langsam in die Musikschule hinein. Die meisten Kinder spielen das Instrument weiter, das sie aus dem Jeki-Projekt kennen, wie Fabienne Wilck.

Info: Musikschule Kamp-Lintfort, Altes Rathaus, 02842 2019, Email: musikschule.kamp-lintfort@gmail.com

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kamp-Lintfort: Mit "JUMP" zur Musikschule


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.