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Kamp-Lintfort
Pappelsee: Wasserstand ist gesunken

Kamp-Lintfort. Lineg sucht nach einer Lösung, den Pegel in Zukunft zu erhöhen.

In den letzten Monaten ist der Wasserstand im Pappelsee kontinuierlich gesunken. "Wir wissen um die Problematik", sagt Elke Wimmer. Sie ist Pressesprecherin der Linksniederrheinischen Entwässerungs-Genossenschaft (Lineg), die ständig Grundwasser in den See pumpt.

Doch die gepumpte Menge reicht an Tagen, an denen es wie jetzt sehr warm ist, nicht aus. Dann verdunstet und versickert mehr Wasser, als hereinkommt. "Der Pappelsee ist ein künstlicher See", erklärt Elke Wimmer. "Der Pegel würde viel niedriger liegen, wenn kein Wasser hineingepumpt würde." Dazu ist es Jahr für Jahr teurer, Wasser in den See zu pumpen, der Mittelpunkt eines Parks mit großen Kinderspielplatz ist. Denn der Grundwasserspiegel geht seit Jahren langsam zurück. So ist das Wasser immer höher zu fördern, was immer mehr Strom und damit Geld kostet. "Es fehlen seit Jahren die Rheinhochwasser, die den Grundwasserspiegel erhöhen", sagt die Lineg-Pressesprecherin. "Außerdem gibt es mehr Regenfälle im Sommer, bei denen das Wasser an der Oberfläche schnell abfließt, aber nicht den Boden durchnässt und den Grundwasserspiegel erhöht."

Zum sinkenden Grundwasserspiegel kommt die Strategie der Lineg, mit möglichst wenig Pumpenleistung die Wasserhaltung im Gebiet des Altkreises Moers zu regulieren, um so die Ewigkeitskosten des Bergbaus zu senken. Diese Regulierung ist vor allem für die Gebiete notwendig, die sich nach dem Kohleabbau um mehrere Meter gesenkt haben und heute unter Wasser stehen würden, wenn nicht ständig abgepumpt würde, zum Beispiel im Kamp-Lintforter Ortsteil Saalhoff.

Bei der Lineg arbeiten die Planer zurzeit mehrere Ideen aus, wie die Zukunft des Pegels aussehen könnte. "Große Lösungen sind genauso denkbar wie kleine", sagt Elke Wimmer. Bei einer kleinen Lösung könne das Ufer dem dauerhaft niedrigem Wasserstand angepasst werden, erläutert die Pressesprecherin. "Es muss bezahlbar sein." Der Pegel sei auch Thema eines Gesprächs gewesen, zu dem sich Kämmerer Martin Notthoff und Bürgermeister Christoph Landscheidt mit Lineg-Vorstand Karl-Heinz Brandt getroffen hätten. "Der Wasserstand im Pappelsee ist Chefsache, auch im Hinblick auf die Bewerbung zur Landesgartenschau", sagt Wimmer.

(got)
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