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Mettmann
Arbeitsplätze bei GF stehen auf der Kippe

Mettmann. Der Schweizer Konzern Georg Fischer hat auf den Streit zwischen der Mettmanner Geschäftsführung und des hiesigen Betriebsrates reagiert. Nach Informationen unserer Zeitung sollen Anteile der Produktion - man spricht von 20 Prozent - auf andere Werke verlagert werden, falls der Betriebsrat die notwendigen Überstunden im Mettmanner Werk nicht genehmigt.

GF sei gehalten, seine Zulieferverpflichtungen gegenüber den Automobilherstellern einzuhalten. Wenn dies nicht in Mettmann möglich sei, müsse woanders im Konzern produziert werden, hieß es aus Firmenkreisen.

Mit der Verlagerung von Produktionsteilen würde auch ein Teil der Belegschaft seinen Arbeitsplatz verlieren. Georg Fischer ist der größte Arbeitgeber in Mettmann und beschäftigt rund 1000 Mitarbeiter. GF stellt im Jahr rund 150.000 Tonnen Teile für die Automobilindustrie her. Ein Sprecher von GF sagte gegenüber unserer Redaktion: Bei einer möglichen Auslagerung der Produktion handele es sich "um deutlich weniger als 30.000 Tonnen".

Der langjährige Chef von GF in Mettmann, Andreas Güll, verlässt Georg Fischer Ende des Jahres und wird eine neue Arbeitsstelle annehmen. Ob sein Arbeitsplatzwechsel mit den permanenten Auseinandersetzung mit dem Betriebsrat zu tun hat, kann nur vermutet, aber nicht bestätigt werden.*

(cz)
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