| 00.00 Uhr

Mettmann
Neue Fassade fürs Kö-Karree

Mettmann: Neue Fassade fürs Kö-Karree
Der Blick auf das Kö-Karree von der Freiheitstraße aus. Die Straßenbahn wird versetzt. Dort ist ein Café mit Außengastronomie geplant. Die Straße Am Königshof wird eine Einbahnstraße in Richtung Breite Straße. Skizzen (3): MBV FOTO: RPO
Düsseldorf. Der Mettmanner Bauverein hat nach der Kritik reagiert und will das neue Wohn- und Einkaufszentrum mit einer Ziegelwand verblenden. Anstatt eines Flachdaches wird es kleine Satteldächer geben. Baubeginn ist im Spätherbst. Von Christoph Zacharias

Der Mettmanner Bauverein (MBV) hat seine Planung zum Kö-Karree von der Firma Optical-Effects überarbeiten lassen. Der Baukörper ist gleich geblieben, die Fassade und die Dachgestaltung wurden hingegen geändert. "Es gab im Vorfeld Kritik an unseren Gestaltungsentwurf", sagt Volker Bauer, Vorstands-Vorsitzender des MBV. Von "Einheitsbrei" und "Eintönigkeit" war die Rede. Die Aulen Mettmanner wünschten sich ebenso wie das Bürgerforum eine Architektur im "niederbergischen Stil".

Glas, Metall und Putz

Eine Fachwerkfassade wird's freilich nicht geben, sagt Bauer. Die Fassade wird aber mit einem Verblend-Mauerwerk optisch ansprechender gestaltet. Glas, Metall und mineralischer Putz lockern das Ensemble auf. Der "Klotz-Chrakter" reduziert sich deutlich. "Ob wir hellroten oder dunkelroten Ziegel nehmen, ist noch offen", sagt Bauer. Anstatt Flachdächer sind leicht geneigte Satteldächer vorgesehen.

Der Bauantrag fürs Kö-Karree soll Anfang April im Rathaus eintreffen. Bauer ist zuversichtlich, dass er binnen drei Monaten genehmigt wird. Dann könnten im Spätherbst die Bagger anrollen. Doch bevor der Bauverein den ersten Spatenstich tätigt, muss Phoenix Development als Eigentümer der Kö-Galerie alle Mieter an Bord haben und mit dem Umbaubau der Hertie-Immobilie begonnen haben.

Im Kaufvertrag mit der Stadt ist nämlich die Klausel enthalten, dass der MBV ein Rücktrittsrecht hat, wenn Phoenix seine Kö-Galerie in den Sand setzt. "Wir gehen aber davon aus, dass alles klappt", sagt Bauer. Wie ursprünglich geplant, will der MBV 52 Wohnungen im Kö-Karree bauen.

Im Erdgeschoss befinden sich Geschäfte. Interessenten gibt es jede Menge, die dort einziehen wollen. In Vorverhandlungen ist der MBV mit einem Reitartikelgeschäft, einem Herren- und Damen-Wäscheladen, einem Unternehmen, das Outdoor-Artikel anbietet.

Eine Erlebnis-Gastronomie möchte eine Großteil der Verkaufsflächen anmieten. "So ein Geschäft gibt es nicht im Kreis Mettmann und auch nicht in Düsseldorf und Wuppertal", sagt Bauer. Gesucht wird noch ein Anbieter von Haushaltswaren. "So etwas fehlt in Mettmann", sagt MBV-Aufsichtsratsvorsitzender Horst Masanek.

Ganz wichtig ist dem MBV, dass die Treppenanlage vom Lavalplatz völlig neu gestaltet wird. "Es bringt nichts, wenn wir ein schönes Kö-Karree bauen, aber die Treppe zum lavalplatz eine Schnmuddelecke bleibt. Der MBV hofft, dass das Grundstück am Haus der Jugend auch mit Einzelhandel bebaut wird.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mettmann: Neue Fassade fürs Kö-Karree


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.